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p a z u z u 02( Anhang zu Pazuzu http://pazuzu01.spaces.live.com/ )
February 04 1 WILLKOMMEN
Anhang zu Pazuzu
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2.Anhang
INHALT:
ISLAM Mohammed ein Krieger Die Ausbreitung des Islam Assassinen a l - Q a i d a
Keine Huris im Paradies Allah - Mondgott - die Töchter Allahs Sharia Mahdi Hinduistische Gewalt
Die militiärische Dimension: Drei Kriege
Kastensystem Sati Frauen im Hinduismus Thugs Aghora Peoples Tempel
Davidianer
Sonnentempler Aum-Sekte Die Lord’’s Resistance Army
Mormonen
Die Neuapostolische Kirche
Hexen -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
I S L A M
Mohammed
(ein Krieger) Mohammed [mɔˈhamːəd] oder arab. Muhammad محمد [muˈħamːad] (* um 570 in Mekka; † 8. Juni 632 in Medina), eigentlich Mohammed ibn 'Abd Allah ibn 'Abd al-Muttalib ibn Haschim ibn 'Abd Manaf al-Quraschi / محمد بن عبد الله بن عبد المطلب بن هاشم بن عبد مناف القرشي / Muḥammad b. ʿAbd Allāh b. ʿAbd al-Muṭṭalib b. Hāšim b. ʿAbd Manāf al-Qurašī, gilt als Stifter der Religion des Islam. Mohammed wird von den Muslimen in der Reihe der Propheten als der historisch letzte angesehen, dem mit dem Koran die letzte Offenbarung Gottes (Allahs) herabgesandt wurde. Er ist folglich nach islamischer Auffassung, ausgedrückt in der in Medina entstandenen Sure 33, Vers 40: „Das Siegel der Propheten“ خاتم النبيين / ḫātam an-nabiyyīna, das heißt, der Beglaubiger der früheren Propheten oder der letzte Prophet in der Geschichte der Menschheit.
Muslime setzen und sprechen hinter den Namen Mohammeds die Eulogie „Gott segne ihn und schenke ihm Heil!“. Deutschsprachige Muslime schreiben oft unterschiedliche Abkürzungen zur Eulogie, wie: Muhammad (s.), Mohammed (s.a.s), die in der arabisch-islamischen Welt allerdings ungebräuchlich sind und abgelehnt werden.
Militärische Aktivitäten („ghazawât“) Mohammeds und seiner Anhänger Die Verbreitung der neuen Religion wurde entscheidend durch die Schwäche der beiden spätantiken Großmächte Byzanz und Persien begünstigt, die in den Jahrhunderten zuvor die Araber politisch und militärisch kontrolliert hatten, nun aber durch jahrzehntelange Kriege gegeneinander abgelenkt und angreifbar waren und die Ereignisse in Arabien erst bemerkten, als es für sie bereits zu spät war. Die historischen Ereignisse, die politischen Aktivitäten der zunächst kleinen medinensischen Gemeinschaft der Muslime finden im Koran meist in Form von Anspielungen ihre Bestätigung. Es sind dies die Feldzüge Mohammeds gegen die Mekkaner, wie die Schlacht von Badr im März 624; dazu heißt es inhaltsreich im Koran:
(3:123) Gott hat euch doch (seinerzeit) in Badr zu Sieg verholfen, während ihr (eurerseits) ein bescheidener, unscheinbarer Haufe waret.
Der Sieg über die Mekkaner bei Badr hat Mohammeds Position in Medina zweifelsfrei gestärkt; bereits im April desselben Jahres erfolgte die Vertreibung der jüdischen Banū Qaynuqāʾ, die als Goldschmiede und Händler in der Stadt lebten, zunächst nach Wādī al-Qurā – nördlich von Medina –, später nach Syrien. Die jüdischen Banū ʾl-Naḍīr haben nach erfolglosen Verhandlungen mit ihrem Anführer Ḥuyayy b.Aḫṭab und nach langer Belagerung ihrer Siedlungen und der Vernichtung ihrer Palmenhaine durch die muslimischen Truppen im August 625 die Umgebung von Medina mit rund sechshundert Kamelen endgültig geräumt und siedelten zunächst in der Oase von Ḫaibar an, von wo sie dann im Jahre 628 nach Syrien vertrieben wurden. Damals heiratete Mohammed Ṣafiyya, die Tochter des Ḥuyayy b.Aḫṭab, die ihm als Beute zufiel und Muslimin wurde. Die gesamte Sure 59 ( „al-Ḥašr“, dt. Die Versammlung) ist diesen Ereignissen gewidmet: (59:3-5) Wenn Gott nicht die Verbannung für sie bestimmt hätte, hätte er sie im diesseits (auf andere Weise) bestraft. Im Jenseits aber haben sie die Strafe des Höllenfeuers zu erwarten. Dies dafür, daß sie gegen Gott und seinen Propheten Opposition getrieben haben (?) (...) Wenn ihr (auf den Grundstücken der Banū Naḍīr) Palmen umgehauen habt – oder habt stehenlassen –, geschah das mit Gottes Erlaubnis. Auch wollte er [auf diese Weise] die Frevler zuschanden machen.
Über die gegen die Mekkaner verlorene Schlacht von Uhud im Jahre 625 sind lange moralisch belehrende Verse offenbart worden; in Sure 3, 172 heißt es u. a.: (3:172) Denen, die, nachdem sie die Schlappe erlitten hatten, auf Gott und den Gesandten hörten, steht – soweit sie (in ihrem Erdenleben) rechtschaffen und gottesfürchtig waren – (im Jenseits) gewaltiger Lohn zu.
In dieser Schlacht wurde Mohammed von einem Stein getroffen und verlor einen Schneidezahn. Seine Anhänger retteten ihn in letzter Minute vor den Angreifern. Die Belagerung von Medina durch die mekkanische Opposition im April 627, die in der Geschichte als der „Grabenkrieg“ (ġazwat al-ḫandaq) genannt wird, endete nicht nur mit der vernichtenden Niederlage der Mekkaner, sondern führte auch zur Vernichtung der jüdischen Banū Quraiẓa, die südöstlich der Stadt schon in der vorislamischen Zeit Landwirtschaft betrieben haben und – wie die Banū ʾl-Naḍīr – Verbündete des arabischen Stammes der Banū Aus gewesen sind. Der islamischen Historiographie, wie Ibn Ishaq, zufolge war die Verletzung eines Vertrages mit Mohammed – den die Geschichtsschreiber allerdings näher nicht beschreiben – der Anlass für die Belagerung der Festungen der Banū Quraiẓa durch Mohammeds Truppen. Die Banū Aus, nunmehr als einflussreiche Helfer (Anṣār) Mohammeds, appellierten an ihn, ihren alten Verbündeten aus der vorislamischen Zeit gegenüber Milde walten zu lassen. Die Banū Quraiẓa ergaben sich bedingungslos und verließen ihre Festungen. Mohammed überließ die Entscheidung über das Schicksal der B. Quraiẓa dem Stammesführer der Banū Aus selbst: Saʿd b. Muʿāḏ. Er befahl, alle Männer zu töten, Frauen und Kinder in Gefangenschaft zu nehmen und sie mit ihrem Hab und Gut unter den Muslimen als Beute aufzuteilen.
Entsprechend erwähnt die Offenbarung diese Ereignisse erzählerisch und nur aus der Retrospektive und verweist sowohl auf den „Grabenkrieg“ als auch auf die Vernichtung der Banū Quraiẓa in diesem Sinne:
(33:25–27) Und Gott schickte die Ungläubigen mit(samt) ihrem Groll zurück, ohne daß sie (von ihrem Unternehmen) einen Vorteil gehabt hätten. Und er verschonte die Gläubigen damit, zu kämpfen. Gott ist stark und mächtig. Und er ließ diejenigen von den Leuten der Schrift, die sie (d. h. die Ungläubigen) unterstützt haben, aus ihren Burgen herunterkommen und jagte ihnen Schrecken ein, so daß ihr sie (in eure Gewalt bekamet und) zum Teil töten, zum Teil gefangennehmen konntet. Und er gab euch ihr Land, ihre Wohnungen und ihr Vermögen zum Erbe, und (dazu) Land, das ihr (bis dahin noch) nicht betreten hattet. Gott hat zu allem die Macht.
Weitere Koranverse betrachtet die Koranexegese als Zeichen für die Erfüllung von Gottes Willen gegen die jüdischen Feinde – vor allem gegen die Banū Quraiẓa – der medinensischen Gemeinschaft der Muslime: (2:109) Viele von den Leuten Schrift möchten euch gern, nachdem ihr gläubig geworden seid, wieder zu Ungläubigen machen, da sie von sich aus Neid empfinden (...). Aber rechnet es (ihnen) nicht an und seid nachsichtig (und wartet zu), bis Gott mit seiner Entscheidung kommt! Er hat zu allem die Macht.
Siehe auch Sure 5:41 und 52 und Sure 8:58, deren Inhalte die Exegeten mit der Vertreibung der Banū ʾl-Naḍīr bzw. der Vernichtung der Banū Quraiẓa in Verbindung bringen. Mohammed erhielt aus der Beute u. a. Raiyḥāna, die er als Konkubine bei sich aufnahm. Sie soll, einigen Berichten zufolge, den Islam angenommen haben. Die Vernichtung der Banū Quraiẓa, dargestellt zunächst in der Historiographie des frühen 2. muslimisichen Jahrhunderts, hat sogar in der islamischen Jurisprudenz, in der Erörterung der Behandlung von Kriegsgefangenen und ihren Nachkommen ihre Spuren hinterlassen.
Mit der Vernichtung der Banu Quraiza sind auch die Angehörigen der arabischstämmigen Banu Kilab ibn 'Amir, die Verbündeten der Banu Quraiza, hingerichtet worden. Eine ihrer Frauen, al-Naschāt (Variante: al-Schāt) bint Rifā'a, hat Mohammed geheiratet, aber nach kurzer Zeit verstoßen. Während die Frauen und Kinder der Banu Quraiza versklavt werden durften, liegen keine Berichte darüber vor, dass al-Naschat bint Rifa'a ebenfalls Sklavin war. Man vermutet deshalb, dass Arabischstämmige zur Zeit des Propheten im allgemeinen nicht versklavt wurden.[14]
In der zeitgenössischen Islamforschung wird indes der Versuch unternommen, dieses dunkle Kapitel in der medinensischen Zeit der Prophetie zu relativieren und die Glaubwürdigkeit der Informationen der muslimischen Historiographie anzuzweifeln[15]. Arafats Ausführungen sind dann von Meir J. Kister überzeugend widerlegt worden.[16]
Die Juden in und um Medina sind nicht wegen ihres Glaubens bekämpft, vertrieben und umgebracht worden, sondern weil sie im islamischen Gemeinwesen von Medina in sich geschlossene Gruppen bildeten und sogar mit arabischen Stämmen – vor allem mit den B. Aus – im Bündnis standen.[17]
Über Mohammeds Kriegsführung urteilt der deutsche Orientalist Rudi Paret wie folgt:[18]
„Mohammed muß aber mit dem Maßstab seiner eigenen Zeit gemessen werden. Nachdem die Quraiẓa sich ihm auf Gnade und Ungnade ergeben hatten, war er nach allgemeiner Ansicht durchaus berechtigt, keine Gnade walten zu lassen. So merkwürdig und unmenschlich sich das auch anhören mag: in der öffentlichen Meinung ist er wohl dadurch schuldig geworden, daß er Befehl gegeben hat, etliche Palmen der Banū Naḍīr zu fällen, nicht aber dadurch, daß er an einem einzigen Tag mehr als ein halbes Tausend Juden über die Klinge hat springen lassen.“
Im Jahre 6 nach der Auswanderung nach Medina kam es zu den ersten Kontakten Mohammeds mit Vertretern der Quraisch aus Mekka; im März 628 trat der Religionsstifter mit seinen Anhängern die Reise nach Mekka an, um dort die kleine Pilgerfahrt ('umra) zu vollziehen, woran ihn aber die Mekkaner zu hindern wussten und einen bedeutsamen Vertrag mit ihm in der Nähe der Grenzen des heiligen Bezirkes von Mekka, bei al-Hudaibiya, aushandelten. Der Vertrag enthielt fünf wesentliche Punkte:
Waffenstillstand für zehn, nach anderen Berichten für zwei Jahre;
Sicherheit für die Muslime, die in der Zukunft die Pilgerfahrt vollziehen wollen oder sich auf den Handelswegen in den Süden befinden; Sicherheitsgarantie Mohammeds für die Quraisch auf ihren Handelswegen in den Norden; Auslieferung derjenigen Muslime an die Mekkaner, die ohne Erlaubnis ihrer Schutzpatronen nach Medina fliehen sollten; Verzicht auf die kleine Pilgerfahrt im Jahr des Vertragsabschlusses, mit Garantie der Pilgerfahrt im darauf folgenden Jahr. Durch diesen Vertrag haben die Quraisch von Mekka Mohammed als vollwertigen Verhandlungspartner, allerdings nicht als Propheten anerkannt.[19] Die überlieferte Urkunde trägt den Namen Muhammed b. 'Abdallah und enthält keine islamischen Formeln. Allerdings sorgte die Bereitschaft Mohammeds, alle muslimischen Flüchtlinge nach Medina an die Mekkaner auszuliefern, für Unruhen.
Der Rückzug Mohammeds mit seinem Verzicht auf die 'Umra war ein weiterer Grund für Unzufriedenheit in den Reihen seiner Anhänger. Die gesamte Sure 48 (al-Fath = Der Erfolg) behandelt diese historischen Ereignisse. Hier spricht die Offenbarung allerdings von einem klaren Erfolg/Sieg („fath“) der Muslime, der nicht nur als Mohammeds diplomatischer Erfolg bei al-Hudaibiya, sondern – in der Retrospektive der islamischen Geschichtsschreibung und Koranexegese – auch als Hinweis auf die darauf folgende Eroberung der Oase von Khaibar, auf die Vertreibung der jüdischen Banu al-Nadir (Mai-Juni 628) und auf die Verteilung der Beute unter den seit al-Hudaibiya unzufriedenen Muslimen verstanden wird. Am Ende dieser Sure wird Mohammeds Position klarer als je zuvor formuliert:
(48:29) Mohammed ist der Gesandte Gottes. Und diejenigen, die mit ihm (gläubig) sind, sind den Ungläubigen gegenüber heftig, unter sich aber mitfühlend.
Die Grundlagen für die Eroberung Mekkas zwei Jahre später sind bereits bei al-Hudaibiya gelegt worden. Den wohlhabenden Juden von Khaibar und ihren arabischen Verbündeten hatte Mohammed zwar erlaubt, die von den Muslimen in Besitz genommene Oase weiterhin zu kultivieren, jedoch wurde ihnen auferlegt, die Hälfte der Ernte an die rund 1.600 Muslime, die an der Expedition beteiligt waren, abzugeben. Mohammeds Anteil war 1/5 der Gesamtbeute. Da die von Mohammed vorgeschriebenen Auflagen, die der politischen und wirtschaftlichen Entmachtung der jüdischen Gruppen in und um Khaibar gleichkam, nicht erfüllt wurden, kam es zu ihrer endgültigen Vertreibung aus der Region. Die Vertreibung aller Juden aus dem Hidschas (Higaz) war dann eine der zentralen Aufgaben des zweiten Kalifen Umar. Nach der Eroberung von Khaibar (Mai 628) trat Mohammed mit seinen nunmehr 2.000 Anhängern im März 629 seine Reise nach Mekka an, um dort – wie im Vertrag von al-Hudaibiya festgeschrieben – die kleine Pilgerfahrt ('umra) durchzuführen. Die Mekkaner haben sich aus der Stadt für drei Tage zurückgezogen, um eventuelle Zwischenfälle am Heiligtum zu vermeiden. Nachdem einige Mitglieder einflussreicher Großfamilien den Islam angenommen hatten, unter ihnen zwei militärische Talente wie Chalid ibn al-Walid und 'Amr ibn al-'As, die sich in den Eroberungszügen nach Mohammeds Tod einen Namen machten, war die endgültige Einnahme Mekkas nur eine Frage der Zeit. Im Januar 630 brach die gut durchorganisierte muslimische Armee in Richtung Mekka auf. Mohammed garantierte jedem, der in die Kämpfe nicht eingreift, allgemeine Amnestie. Daher wurde Mekka fast ohne Blutvergießen durch die Muslime eingenommen; 28 Mekkaner fielen in den Kämpfen, die anderen flüchteten. Mohammed blieb zwei bis drei Wochen in Mekka, reinigte das Heiligtum (Kaaba), ließ alle Götterstatuen sowohl aus dem Heiligtum als auch aus den Privathäusern entfernen und vernichten. In der Umgebung der Stadt ließ er die Heiligtümer der Götter al-Manât und al-'Uzza zerstören und forderte die Beduinenstämme auf, dem Islam beizutreten.
Die stärksten Stämme um Mekka und al-Ta'if – Thaqif bzw. Hawâzin – wurden gegen Ende Januar 630 entmachtet. Letztere konnten bei al-Hunain auf dem Weg nach al-Ta'if nur mit größter Mühe durch muslimische Truppen besiegt werden, worüber selbst der Koran Auskunft gibt:
(9:25–26) Gott hat euch (doch) an vielen Orten zum Sieg verholfen, (so) auch am Tag von Hunain, (damals) als eure (große) Menge euch gefiel (und euch selbstsicher machte). Sie half euch aber nichts, und euch wurde angst und bange. Hierauf kehrtet ihr den Rücken (um zu fliehen). Dann sandte Gott seine Sakina auf seinen Gesandten und auf die Gläubigen herab, und er sandte [zu eurer Unterstützung] Truppen, die ihr nicht sahet, (vom Himmel) herab und bestrafte die Ungläubigen. Das ist der Lohn derer, die ungläubig sind.
Die Zerstörung der Hauptgöttin al-Lât in Ta'if übernahm ein früher Feind Mohammeds: Abu Sufyân, der im Vorfeld der Eroberung Mekkas mit anderen Sippen- und Stammesführern den Islam annahm. Auf die militärischen Siege im Süden folgte eine weniger erfolgreiche Expedition in den Norden, bis an die Südgrenze des Byzantinischen Reiches, nach Tabuk, die als fehlgeschlagener Beutezug unentschieden endete. Dieser von Mohammed geführte Feldzug im Jahre 629 gegen die Byzantiner und vor allem gegen ihre arabischstämmigen Bundesgenossen, von dem allerdings viele Medinenser und bereits zum Islam übergetretene Beduinen ferngeblieben sind, fand in den oft zitierten Versen der Sure 9 (al-tauba) als Kriegserklärung an die nichtmuslimische Außenwelt ihren Niederschlag:
(9:29) Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Gott und den jüngsten Tag glauben und nicht verbieten, was Gott und sein Gesandter verboten haben, und nicht der wahren Religion angehören – von denen, die die Schrift erhalten haben – (kämpft gegen sie), bis sie kleinlaut aus der Hand Tribut entrichten!
Dieser und die darauf folgenden Verse fordern vor diesem historischen Hintergrund der Ereignisse im Jahre 629 dazu auf, auch die Christen zu bekämpfen, bis sie tributpflichtig werden [20] Man nennt diese Verse auch āyāt al-dschizya, die Dschizya-Verse, [21], deren weitere Erörterung und Umsetzung in der Legislative der islamischen Jurisprudenz vorbehalten werden sollte. Das Auftreten Mohammeds im Norden hatte zur Folge, dass einige Gemeinden, christliche und jüdische, sich ihm unterwarfen: der christliche Fürst Yuhannâ in Aila – heute: Aqaba -, die Bewohner in Adhruh und die Juden der Hafenstadt Makna. Ibn Ishaq, der bekannteste Verfasser der Prophetenbiographie im 2. muslimischen Jahrhundert, berichtet, dass Mohammed auf dem Karawanenweg von Medina nach Tabuk 18 Moscheen hinterließ, die damals wohl kleine Gebetstätten gewesen waren. Damit war die gesamte nördliche Region als islamisches Gebiet und als Teil der medinensischen Umma – auch de jure – ausgewiesen.
DIE AUSBREITUNG DES ISLAM
Nach Mohammeds Tod übernimmt sein Schwiegervater Abu Bekr (632-634 n. Chr.) die Macht. Unter seiner Herrschaft drangen muslimische Heere bis in den südlichen Irak und nach Palästina vor und weiten sich später unter dem Kalifen Omar I. (634-644) auf die gesamte arabische Halbinsel aus. In den Jahren 635-644 werden Damaskus, Jerusalem, Ägypten und Persien erobert. Nach der Ermordung Omars I. gelingt es seinem Nachfolger Othman (642-645) die erfolgreiche Eroberungspolitik fortzusetzen und bis nach Bakra vorzudringen. In dessen Amtszeit zeigen sich erste Zerfallserscheinungen, die sich unter der anschließenden Herrschaft Alis (645-661) noch deutlicher herausbilden. Es kommt zum politischen Schisma, mit der Ausbildung der drei Konfessionen des Islam: den Charidschiten, Schiiten und Sunniten. Letztere stellen bis in die Gegenwart die überwiegende Mehrzahl der Muslime.
Mit der Ermordung Alis durch Moawija im Jahre 661 beginnt in der islamischen Geschichtsschreibung die Zeit der Omajjadendynastie (661-750). In dieser Zeit fallen die Araber (um 674) in Kleinasien ein, belagern u. a. Konstantinopel und Byzanz und unterwerfen Armenien im Jahre 693. Unter Walid I. (705-715) befindet sich die Omajjadendynastie auf dem Höhepunkt ihrer Macht. In einer zweiten großen Eroberungswelle gelingt die Unterwerfung Transoxaniens und des Indusgebietes vom Südosten Irans aus (711). Sie führt im Westen über Karthago, das 697 erobert wird, bis nach Spanien. Unter Tank, der die Meerenge von Gibraltar überschreitet, gelingt den Arabern im Jahre 711 in der Schlacht am Fluss Guadalete (Jerez de la Frontera) der Sieg über das von Roderich befehligte Heer der Westgoten und damit die Eroberung Spaniens bis zu den Pyrenäen. Eine Belagerung Konstantinopels im Jahre 717-718 scheitert trotz Stärke des zwischenzeitlich aufgebauten arabischen Heeres. Auch der Eroberungsversuch des Frankenlandes missglückt. Im Jahre 732 gelingt es Karl Matell in der Schlacht zwischen Tours und Poitiers dem Vordringen der Araber nach Westeuropa Einhalt zu gebieten.
Die Erstarkung der Abbasidendynastie führt zum raschen Untergang der Omajjadendynastie. Merwan II. (745-750) wird in der Schlacht am Zab, einem Nebenfluß des Tigris, vernichtend geschlagen. Nur Abd Ar Rhaman gelingt es dem daraufhin unter den Omajaden angerichteten Blutbad zu entkommen. Er gründet 756 in Spanien das Emirat von Cordoba, das bis 1031 bestehen sollte. Mit der abbasidischen Herrschaft verlagert sich die Hauptstadt von Damaskus nach Bagdad (756) und gibt persischen Einflüssen Raum. Die Blütezeit erlebt das Abbassidenreich unter Harun Al Rasid (786-809), dem legendären Herrscher aus den Märchen von 1001 Nacht. Unter seinem Sohn Ma´mum (813-833) gewinnt der naturwissenschaftliche und philosophische Einfluss griechischer Werke islamische Wissenschaften zu prägen. Dieses Wissen sollte dem Westen Europas unter dem Einfluss der Araber wieder zugänglich werden.
Im Jahre 1055 geht das Abbissidenreich in die Herrschaft des türkischen Seldschukenherrschers Togrulbek über. Seinen Truppen gelingt es bis in den Iran und Irak vorzudringen. Das Machtzentrum liegt in Persien, von wo aus sich der Weg nach Anatolien öffnet. Hier entsteht um 1071 das Rumseldschukenreich, das erst mit dem Mongolensturm um 1258 zerfällt. Während das Abbasidenreich mit der Eroberung durch die Mogolen untergeht, bildet sich aus den autonomen Gebieten Anatoliens schließlich das Osmanische Reich heraus. Bereits um 1326 erobert der Osmane Orhan das Gebiet von Bursa und später Edirne, das bis zur Eroberung Konstinopels (1453) das Zentrum dieses Reiches bildet.
In Ägypten wechselt demgegenüber die Macht 969 an die schiitischen Fatimiden, die erst mit dem Einfluss der fatimidischen Dynastie der Ajjubiden im Jahre 1171 abgelöst wird. Der berühmteste Vertreter dieses Herrschaftsgeschlechtes war Saladin, der eine entscheidende Rolle in den Kreuzzügen spielt. Darüber hinaus sollte aus der Verbindung der Witwe des letzten Ajjubiden mit dem türkischen Heerführer Baybars, die Mamlukendynastie entstehen. Diese Dynastie bringt um 1260 den Mongolensturm zum Stoppen. Sie geht um 1516 mit dem Sieg der Osmanen über seine syrisch-ägyptischen Truppen im Osmanischen Reich unter. Das Osmanische Reich, dessen bedeutendster Herrscher Suleyman (gest. 1556) ist, erreicht im Laufe seiner Geschichte seine größten Ausdehnungen von Ägypten, zu den heiligen Städten Mekka und Medina und im Westen bis vor die Tore Wiens. Hauptstadt des osmanischen Reiches ist Istanbul.
Im Iran setzen sich mit der Thronbesteigung Ismails im Jahre 1501 die schiitischen Einflüsse durch. Von hier breitet sich der Islam im 15./16 Jh. bis nach Nordwestindien aus und nimmt Einfluss bis in den indisch-indonesischen Raum. Dieser Islamisierungsprozess wird erst mit dem erstarkenden Einfluss von Hindus und Sikhs, sowie dem Einfluss englischer Kolonialherrschaft gebremst. Trotz gewichtiger Gebietsverluste, politischen Verfalls und geistiger Stagnation im 17. - 19. Jh. breitet sich der Islam seither in zentralasiatischen Staaten und China wie auch in West- und Ostafrika weiter aus, wenngleich die islamischen Staaten unterschiedliches Gepräge zeigen.
http://www.sta-leistadt.de/religion/islam2.htm
A s s a s s i n e nDie Assassinen (über den umgangssprachlichen Plural haschīschiyyīn von arabisch haschīsch حشيش Kräuter, Gräser, Hanf (Cannabis sativa)) waren eine legendenumwobene, militante ismailitische Sekte des Mittelalters im Orient, die durch Berichte von Kreuzfahrern und später durch Reisende wie Marco Polo in Europa bekannt wurde. Er schildert sie als Sekte, die einerseits Haschisch konsumiert und orgiastische Feste feiert, und andererseits Dolch- und Giftmorde an hochgestellten Persönlichkeiten verübt. Die Zeit ihres Wirkens ist auf die Jahre zwischen 1080 und 1270 einzugrenzen.
Der Begriff AssassienDer Name Assassinen geht angeblich auf den Gebrauch von Haschisch durch die Sekte zurück, was mit großer Sicherheit eine Unterstellung ist. Es ist eher anzunehmen, dass er ein in der damaligen Zeit in Syrien gebräuchlicher herabwürdigender Begriff war. Er wurde ursprünglich nur auf die in Syrien ansässigen Angehörigen der Sekte verwendet. Erst in späterer Zeit bezeichnete man alle Angehörigen der Religionsgemeinschaft mit diesem Namen. Marco Polo berichtet über Hassan-i Sabbah (der so genannte "Alte"), dass er junge Männer mit Opium betäubte und dann in eine an die Burg Alamut angeschlossene Gartenanlage brachte. Dort, bei guter Bewirtung und Betreuung durch Frauen, ging es ihnen wie im vom Propheten versprochenen Paradies. Schließlich wurden sie wiederum betäubt und zum Burgherrn Sabbah gebracht, der sie zu Fida'i ausbilden ließ. Nur durch ihren heldenhaften Tod, so die Erzählung, sollten sie wieder zurück ins Paradies kommen. Vorgehensweise und Opfer der AssassinenDie Assassinen setzten als hauptsächliches Kampfmittel den politischen Mord an Herrschern ein. Tatwaffe war dabei der Dolch. Die Attentäter sahen sich als Märtyrer und nahmen den eigenen Tod in Kauf. Für ihre Zeitgenossen war es unverständlich, dass sie nach dem Mord keinen Fluchtversuch unternahmen und sich der Rache von Anhängern des Ermordeten aussetzten. Die Assassinen waren dabei keine rohen Gewaltmenschen, sondern sie handelten vielmehr gemäß einer starken ideologischen Überzeugung. Sie wollten den Gottesstaat wiederherstellen, also die islamische Grundordnung, wie sie der Prophet Mohammed hinterlassen hatte. Diese Ordnung war ihrer Ansicht nach von Tyrannen usurpiert worden. Ihre Hauptgegner waren die autokratischen seldschukischen Herrscher im 12. und 13. Jahrhundert. Die meisten Opfer der Assassinen waren sunnitische Muslime, darunter prominente Persönlichkeiten wie Nizam al-Mulk. Auch Saladin war das Ziel mehrerer erfolgloser Anschläge. Christen blieben bis zur Mitte des 12. Jahrhunderts weitgehend verschont, bis auf Konrad von Montferrat, König von Jerusalem, der möglicherweise auf Veranlassung von Richard Löwenherz ermordet wurde. Das Englische und verschiedene romanische Sprachen haben das Verb für den Meuchelmord (englisch „to assassinate“, französisch „assassiner“, spanisch „asesinar“, katalanisch „assessinar“) direkt aus dem Vorgehen der Assassinen abgeleitet. HintergrundNach dem Tod des Propheten Mohammed im Jahr 632 wurde sein Nachfolger bestimmt, welcher den Titel Kalif (Chalifa = Stellvertreter) erhielt. Der erste Kalif wurde Abu Bakr. Ein Teil der Gläubigen hielt allerdings den Schwiegersohn Mohammeds, Ali, für seinen rechtmäßigen Nachfolger. Aus dieser Gruppe, der Partei Alis (Schi atu Ali), entstanden die Schiiten, die bis heute existieren. Die Schiiten, die wieder selbst in viele verschiedene Sekten zersplittert waren, kämpften für einen idealen Staat, in dem Staat und Religion eine Einheit bilden sollten. In den Kämpfen um die Herrschaft in den folgenden Jahrhunderten bestimmten zwei zentrale Figuren die schiitische Sekte:
Gründung
Nach einer Vielzahl von Wendungen kam es dazu, dass die Rolle des Imams und dessen direkte Abstammung von Mohammed für die Schiiten immer größere Bedeutung erlangte. Als Ismail nach dem Tod seines Vaters, des 6. Imams, enterbt wurde, spalteten sich um 770 dessen Anhänger von den Schiiten ab und nannten sich fortan Ismailiten - deren radikalster Teil die Assassinen wurden. Allmählich entstand so eine Sekte, die sich durch eine strenge Organisation und starken inneren Zusammenhalt auszeichnete. Geistiger Führer dieser Gemeinschaft war der Imam. Die Ismailiten wirkten im Verborgenen, und sahen neben der wörtlichen Botschaft des Koran eine tiefere, verborgene Botschaft, die durch Gelehrte den einfachen Menschen offenbart werden sollte. So entstand gerade in den Anfängen der Glaubensgemeinschaft eine scholastische Verbindung von griechischer Philosophie und islamischer Mystik (Sufismus). Zudem verbreiteten sich in ihr mit der Zeit einige charidschitische Elemente. Ein Großteil der Bewegung hielt jeden moralisch und religiös tadellosen Gläubigen, gleich welchen Standes, selbst einen Sklaven, für berechtigt, das Amt des Imams auszuüben. Sie glaubten, dass dieser demokratisch von allen Gläubigen bestimmt werden sollte. So rekrutierte sich die Sekte zum einen aus den gebildeten Schichten, zum anderen aus den städtischen Handwerkern und Arbeitern. Je schwächer das Kalifat wurde, desto mehr erstarkten die Ismailiten. Dies führte schließlich zu der Entstehung eines ismailitischen Reiches in Nordafrika im 10. Jahrhundert, dem Fatimidenreich. Es hielt sich knapp 200 Jahre, bis 1171. Bereits um 1100 war der Kalif ohnehin nur noch eine Marionette der jeweiligen despotischen Herrscher geworden.
Die Ismailiten in PersienIm ausgehenden 11. Jh. begann Hassan-i Sabbah (* ca. 1034 in Qum Persien – 1124), ein herausragender Propagandist (da'i) in Nordpersien zu missionieren. Er reiste 1081 nach Isfahan und in die Hochgebirgsregion Dailam. Dort fielen seine religiösen Ansichten auf fruchtbaren Boden. Er konnte eine Vielzahl von Anhängern gewinnen und ein eigenes Territorium mit mehreren Burgen unter seine Herrschaft bringen. Die Burg Alamut wurde zu seinem Hauptsitz. Er geriet in Konflikt mit den seldschukischen Herrschern, 1092 wurde eine erste Militärexpedition gegen die Ismailiten in Bewegung gesetzt. Aus diesem Jahr ist der erste politische Mord durch die Ismailiten überliefert. Ein Fida'i (Geweihter) erdolchte am 17. Oktober den seldschukischen Wesir Nizam al-Mulk. Die Herrschaft der Ismailiten in Persien wurde 1256 durch die Mongolen beendet. Hülägü Khan, ein Enkel von Dschingis Khan, verhandelte zunächst noch mit dem Oberhaupt der Sekte Rukn ad-Din Hursah, um seine Kräfte nicht bei der Belagerung der Assassinenburgen zu verschleißen. Die Burgen, unter anderen die Hauptburg Alamut wurden genommen und zerstört. Dabei verbrannte die umfangreiche Bibliothek mit naturwissenschaftlichen Schriften. Der Sekretär des Khans konnte jedoch drei Bücher mitnehmen, darunter die Biografie Hassan-i-Sabbahs, die er seinem Bericht über die Eroberungen des Khans anfügte. Aus diesen Quellen und den daraus resultierenden Erzählungen könnte Marco Polos Bericht über die Assassinen stammen. Unter dem Vorwand, die wehrhaften Männer zu erfassen, ließ der mongolische Statthalter die Assassinen zusammenkommen und angeblich 12.000 von ihnen ermorden. Die Assassinen in SyrienUm 1100 begann von Persien aus die Missionierung Nordsyriens, wo ismailitische Sekten bereits gut etabliert waren. Die staatliche Zersplitterung und der Schock der Eroberung durch die Kreuzritter machten die Menschen empfänglich für eine messianische Ideologie. Nach mehreren vergeblichen Versuchen gelang es den Ismailiten, einige Burgen zu kaufen oder sich anzueignen, so dass sie im Gebirgszug des Dschebel Ansarieh ein eigenes Herrschaftsgebiet aufbauen konnten. Erst 1140 konnten die Assassinen ihren Hauptsitz, die Burg Masyaf, erobern. Um 1150 wurde der berühmteste Assassine, der so genannte „Alte vom Berge“ Raschid al-Din (1133-1193), Machthaber in Masyaf. Er konnte durch eine erfolgreiche Schaukelpolitik zwischen Saladin und Kreuzfahrern die Stellung der Assassinen in Syrien weiter konsolidieren. Um 1230 hatten die Assassinen als territoriale Herrscher allgemeine gesellschaftliche Anerkennung erreicht. Das zeigt sich unter anderem daran, dass sie offiziell Tribut an den Johanniterorden zahlten. Die Machtübernahme durch den Mameluckensultan Baibars in der 2. Hälfte des 13. Jh. änderte die Verhältnisse. Baibars wollte keine unabhängige Sekte, die sich eventuell gegen ihn wenden könnte, in seinem Reich dulden. Schon 1260 setzte er einen seiner Generäle als Lehnsherrn des Assassinengebietes ein. 1271 war seine Herrschaft so gefestigt, dass die Assassinenführer ihre Burgen übergeben mussten und gezwungen werden konnten, in Zukunft an Baibars Hof zu leben. Damit war die Assassinenherrschaft de facto beendet.
3a l - Q a i d aAl-Qaida (arabisch القاعدة al-qāʿida ist ein Netzwerk dschihadistischer Gruppen, dem u. a. Anschläge in Kenia, Tansania, auf die Synagoge der Insel Djerba, Sharm El-Sheikh am 23. Juli 2005 und die Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA zur Last gelegt werden. Al-Qaida wird unter anderem vom deutschen Verfassungsschutz[1] und den USA[2] zu den transnationalen Terrorgruppen gezählt und gilt dabei als „Prototyp“ für diese Art von Terrorismus.
Bedeutung, Schreibweisen und AusspracheDer Name al-Kaida wird häufig mit „die Basis“ übersetzt, wobei das arabische Wort qāʿida weitere Bedeutungen hat (unter anderem „Basis“, „Regel“, „Stützpunkt“, „Fundament“, „Datenbank“ und – als weibliches determiniertes Aktivpartizip – „die Sitzende“). Bislang ist im Deutschen keine einheitliche Schreibung des Namens zu beobachten. Der Rechtschreibduden verzeichnet die Schreibungen Al Kaida und al-Qaida, verweist jedoch auf den Haupteintrag El Kaida. In der deutschsprachigen Presse finden sich weitere Schreibungen, wie etwa al-Kaida oder al-Qaeda (so auch häufig in den US-Medien). Der Grund für die vielen Varianten liegt in der Problematik der Transkription aus dem Arabischen, zumal der erste Konsonant (Qaf) im Deutschen und Englischen kein Pendant besitzt. Da der Name zwei dem Deutschen (und vielen anderen Sprachen) fremde Laute besitzt (das gerade angesprochene Qaf und das Ain), ist die korrekte Aussprache für Nichtmuttersprachler des Arabischen schwierig. Das Qaf ([q], ق) ist wie ein „Zäpfchen-k“ auszusprechen (an der Stelle, wo im Standarddeutschen und Schweizerdeutschen der ach-Laut artikuliert wird), das Ain ([ʕ], ع) ist ein stimmhafter Pharyngal oder Rachenlaut, der von dem Langvokal a in den Kurzvokal i überleitet. Der arabischen Aussprache kommt man jedoch nahe, wenn man den ersten Konsonanten (q/k) als k spricht; das folgende a wird lang und vom (kurzen) i getrennt gesprochen (also nicht als Diphthong). Die Betonung liegt auf diesem langen a. Das i kann als kurzes e gesprochen werden, um den Einfluss des Ain nachzuahmen. (Es ergibt sich somit die Aussprache al Kaa-ida oder al Kaa-eda, die Betonung liegt jeweils auf der Silbe Kaa.) Wird das i lang ausgesprochen oder betont, bedeutet das Wort übrigens „Partnerin“ oder „Lebensgefährtin“; diese falsche Aussprache vieler (westlicher) Fernsehreporter wird in der arabischsprachigen Welt mit Humor aufgenommen und ist Anlass für zahlreiche Witze. Zuweilen sieht man auch die Schreibung al-Quaida. Sie kommt daher, dass im Deutschen nach Q immer ein u folgt, um ein phonetisches "kw" auszudrücken. Diese Aussprache ist jedoch nicht korrekt. Struktur
Man geht davon aus, dass al-Qaida keine fest umrissene Organisation ist, sondern ein internationales Geflecht verschiedener islamistischer Terrorgruppen. Al-Qaida fungiert dabei - ähnlich einem Großkonzern mit mehreren Tochterunternehmen - als Dachverband, unter dessen Namen sich weitgehend autonome Zellen mit ähnlicher Ideologie und überlappenden Zielen versammeln. Dieses "führerlose Netzwerk" (gelegentlich auch als Phantomzellen-Netzwerk bezeichnet) mit übers ganze Land verstreuten Kleingruppen ohne Befehlskette und Mitgliederverzeichnis soll Polizei und Geheimdiensten die Infiltrierung des Netzwerkes erschweren. Persönliche Kontakte zwischen den Mitgliedern der einzelnen Zellen sind ausschlaggebend für den Informationsfluss. Als ideologischer Kopf dieser losen Gruppen gilt nach wie vor der Saudi Osama bin Laden. Die zwischenzeitlich erhobene Vermutung, dieser sei im Rahmen des Afghanistan-Krieges 2002 umgekommen, bestätigte sich nicht, da sich bin Laden wenige Tage vor der US-Präsidentenwahl 2004 wieder in einer Videobotschaft zu Wort meldete. Einige Beobachter vertreten die Ansicht, dass es keinen eigentlichen „Anführer“ gebe, sondern sich die Gruppen selbst verwalten und nur wenig Kontakt zu mehreren Führungspersönlichkeiten haben. Einerseits behauptete 1999 der saudische Dissident Sa'ad Al-Faqih, dass die al-Qaida lediglich eine Art Register von 20.000 bis 30.000 ehemaligen Afghanistan-Söldnern sei (s.u.), andererseits bezeichnete im Jahre 1998 ein Gericht in Manhattan al-Qaida als streng geführte Organisation, die mit Untergrundorganisationen in der gesamten islamischen Welt zusammenarbeitet. Zum Teil wird die Struktur mit einer Franchisingstruktur (Nutzung einer Geschäftsidee gegen Entgelt) verglichen. Jeder könne ein Franchisenehmer werden, der die richtige Ideologie habe und ein erfolgreiches Attentat verübe. Es kann davon ausgegangen werden, dass in Afghanistan eine Infrastruktur bestand, in der Mitglieder der Gruppe systematisch für die Durchführung von Terrorangriffen ausgebildet wurden. Nach dem Afghanistankrieg ist vermutlich eine zweite Generation von al-Qaida-Mitgliedern entstanden, die in verschiedenen Ländern ihre Verstecke und Ausbildungslager haben. Im Verdacht stehen Pakistan und Syrien. Westliche Geheimdienste gehen davon aus, dass eine enge Verbindung zwischen dem pakistanischen Geheimdienst ISI, stark islamisch geprägten Ländern wie Saudi-Arabien und al-Qaida besteht. Zusammenfassend kann man al-Qaida vermutlich eher als eine Idee verstehen, als eine Terrororganisation, denn die „al-Qaida“ zugeordneten Terroranschläge waren von stark unterschiedlichem Ablauf und Qualität. Als größten „Erfolg“ al-Qaidas können sicherlich die Anschläge vom 11. September 2001 angesehen werden, als Anschlag von geringster „Qualität“ kann man dagegen die Ermordung von drei Ärzten im Jemen ansehen. Mehrere Indizien deuten darauf hin, dass von einer zusammenhängenden Terrorgruppe nicht die Rede sein kann. Es gibt Kritiker, die behaupten, diese Betitelung werde zusehends als Mittel zur bloßen Desavouierung von Gegnern benutzt, um den weiteren Krieg gegen den Terror zu rechtfertigen oder nicht genehme Personen oder Regierungen zu bekämpfen. So würden Widerstandskämpfer im Irak pauschal als al-Qaida-Anhänger bezeichnet, ohne dafür irgendeinen Nachweis zu liefern. Die Begriffe „al-Qaida“ bzw. „islamische Terroristen“ dienten, ähnlich wie der im Kalten Krieg verwendete Begriff der „Kommunisten“ dazu, den Gegner als „böse“ darzustellen. Für al-Qaida als Idee sprechen auch die Untersuchungsergebnisse zu den Anschlägen in Madrid 2004 und London 2005. Die Ermittler gehen fest davon aus, dass es für den Massenmord weder Befehl noch Plan oder Finanzierung durch die al-Qaida-Spitze gab. Beide Tätergruppen folgten jeweils lediglich allgemeinen Hetzschriften und Anleitungen aus dem Internet. FinanzierungAl-Qaida hat legale und illegale Einnahmequellen. Zu den legalen Geldquellen zählen Spenden, legale Geschäfte und das Vermögen des Multimillionärs Osama bin Laden, das sich auf ca. 300 Millionen Dollar belaufen soll. Die illegalen Quellen sind Drogenhandel, Waffenhandel und kriminelle Geschäfte. Außerdem unterstützen private Akteure, wie z. B. arabische Millionäre, die al-Qaida. Das Vermögen von al-Qaida wird auf rund 5 Milliarden Dollar geschätzt. Damit al-Qaida langfristig kein Geld mehr hat, um Terroranschläge durchzuführen, versuchen die USA und andere Staaten, die Konten der al-Qaida einzufrieren. MitgliederAls Gründer und Anführer der Organisation gilt Osama bin Laden. In seinem Umfeld Salim Ahmad Hamdan, siehe dazu Hamdan gegen Rumsfeld. Zu den weiteren Führungskräften zählen bzw. zählten:
HintergrundDer Name "Al-Qaida" geht wahrscheinlich zurück auf den bedeutenden Dschihad-Theologen Abdallah Azzam. Im April 1988 rief Azzam in der Zeitschrift al-Dschihad zur Gründung einer "soliden Basis" (arabisch al-Qaida al-sulba) auf. Azzam hatte seit Anfang der Achtziger, seit 1984 gemeinsam mit Osama bin Laden, von Pakistan aus versucht, finanzielle und personelle Unterstützung für den Kampf der Mujahedin gegen die sowjetische Besetzung Afghanistans zu werben. Unterstützung erhielten sie aus islamischen Ländern, aber auch durch den pakistanischen Geheimdienst ISI und durch die USA. Azzam entwickelte die Theorie der "Verteidigung der muslimischen Territorien als persönliche Pflicht des Muslim" (so der Titel eines Werks von 1984), die nicht nur den Kampf gegen nicht-muslimische Regierungen, sondern auch gegen äußere Feinde wie in Afghanistan implizierte. Hauptanliegen Azzams waren Afghanistan und Palästina (wo er geboren wurde), aber er sprach in seinem Werk von 1984 auch von den Philippinen, der Kaschmirregion, dem Libanon, dem Tschad und Eritrea. Auch die Methode des Selbstmordanschlags geht auf Azzam zurück, welcher den Märtyrertod verherrlichte. Bin Laden hatte schon bald auch den Aufbau einer unabhängigen Kampfgruppe von Arabern betrieben, die nicht mehr direkt dem Kommando der afghanischen Mudschahedin unterstellt war. Er wandte sich später mit seinem Kampf vor allem gegen die Präsenz der Amerikaner in seiner Heimat Saudi-Arabien. Kämpfer von al-Qaida nahmen Anfang der Neunziger am Krieg in Jugoslawien teil. IdeologieDie al-Qaida setzt auch auf Propaganda vor allem in arabischen und muslimischen Gesellschaften. Sie sieht seine Gewaltakte als Mittel, alle Muslime im „Befreiungskampf“ gegen die Dominanz des Westens zu vereinen. Dabei wendet er seine Terrorakte auch gegen Zivilisten, die als „Kollaborateure“ zur Zielscheibe werden oder einfach als zufällige Terroropfer mit in Kauf genommen werden. Hauptkampfgebiet ist nach den letzten Aufrufen Bin Ladens der Irak. Die Wahhabiten/Salafiten lehnen den Terrorismus jedoch grundsätzlich ab. Obwohl sich die meisten Iraker heute gegen den Terror aussprechen, findet die Al Qaida in manchen Strömungen muslimischer Gesellschaften, besonders in Pakistan, Indonesien und Saudi-Arabien, Rückhalt. Dies hängt auch mit der traditionellen Verbindung von Religion und Politik in islamischer Tradition zusammen. Für streng gläubige Muslime ist jede Staats- und Gesellschaftsform außerhalb der Scharia verwerflich. Darum sehen manche sich legitimiert, die Welt der „Ungläubigen“ mit Terrorakten zu zerstören. Im Islam gibt es allerdings keine Garantie, dass man nach dem Tod ins Paradies kommt, selbst wenn man sein ganzes Leben lang gute Werke getan hat. Alles hängt davon ab, wie Allah einmal entscheiden wird. Wenn aber ein Muslim im Dschihad stirbt, muss er im Grab nicht auf das Gericht warten, sondern kommt sofort ins Paradies (Sure 4,74; 9,89 u.a.). Gerade junge Muslime aus ärmlichen Verhältnissen fühlen sich von der Dschihad-Ideologie angezogen. Die Rolle der Religion als Ursache des islamistischen Terrors ist umstritten. Die Täter verstehen ihre Anschläge als eine Form des Dschihad und berufen sich dazu auf den Koran, der ihnen befehle, all jene zu töten, die sich nicht zum Islam bekehren wollten, z.B. Sure 9,5:
Andere islamische Theologen weisen jedoch darauf hin, dass der Koran den Angriffskrieg, das Töten ohne Not, das Töten Unschuldiger und Selbstmordanschläge ausdrücklich verbiete. Sie sehen den islamistischen Terrorismus ihrerseits als Abkehr vom „wahren“ Islam und bestreiten, dass Osama bin Laden überhaupt das Recht habe, eine Fatwa auszusprechen. Kampf gegen die "Kreuzritter"Für den Blick aus dem Westen ist es nicht ohne Weiteres verständlich, warum Al Quaida und Kombattanten so erfolgreich den "Kampf gegen die "Kreuzritter" propagieren. Amin Maalouf, libanesischer Christ, in Paris lebend und mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet, hat die Absicht seines Werks "Der Heilige Krieg der Barbaren. Die Kreuzzüge aus der Sicht der Araber" wie folgt erklärt:
Über Fälle von Kannibalismus auf dem Ersten Kreuzzug bei der Eroberung von Maarat an-Numan (nahe Antiochia) berichten auch drei fränkische Quellen: Raoul de Caen, Raimund von Toulouse und Saint-Gilles sowie Albert d'Aix; sie werden zitiert in der "Histoire de Croisades" von Joseph Francois Michaud (1817-1822) und in seiner "Bibliographie des croisades" (1822). Noch im Standard-Werk von Steven Runciman "Geschichte der Kreuzzüge" (Erstausgabe 1950-54) heißt es:
Maalouf bemerkt nicht zu Unrecht, dass diese fränkischen Quellen im 20. Jahrhundert verschleiert werden, weil sie nicht ins Selbstbild der Europäer passen; in der Tat bleibt ja auch Runciman in seiner Formulierung "schien" unklar. Der Papst, vergab dem Attentäter schon auf dem Krankenbett. Nach der Genesung besuchte er Agca im Gefängnis. Agca hat den Papst daraufhin nicht um Vergebung gebeten, sondern erklärte ihm nur, warum seine Schüsse ihn nicht trafen. Strategische Ziele
Zugeschriebene Anschläge
Insgesamt werden mindestens ca. 4.200 (Addition der obigen Opferzahlen) Tote der Al-Qaida zugeschrieben. Laut Bundeskriminalamt wurden 70.000 Kämpfer in Al-Qaida-Lagern ausgebildet. Bei den Opferzahlen darf nicht vergessen werden, dass sie unter großem Vorbehalt stehen: Die arabischen Opfer im Irak und dessen Nachbarländern, die bei Qaidas angeblichem Kampf gegen die USA getötet werden, sind zu allermeist nicht Teil der Statistiken. Inzwischen, wird vermutet, kann die Zahl der Opfer in den arabischen Ländern höher sein als in Europa oder Amerika.
http://de.wikipedia.org/wiki/Al-Qaida
4T a l i b a n
Flagge der Taliban-Bewegung. Die Inschrift lautet: La ilaha illa llah Muhammadun rasulu llah, „Es gibt keinen Gott außer Gott, (und) Mohammed ist sein Prophet“ (siehe Schahada). Taliban, طالبان (persischer Plural von arabisch talib „Student“), bezeichnet eine Gruppe islamistischer Fundamentalisten, von denen viele Anführer und Mitglieder in islamistischen Schulen in Pakistan von der Patan-Bevölkerung wie den Ahmadzeis, die hohe Ämter innehaben, ausgebildet wurden. Praxis und Ideologie der Taliban sind sehr stark vom radikal-orthodoxen Islam (siehe Wahhabismus) und vom paschtunischen Nationalismus (siehe Paschtunwali) geprägt. Politische EntwicklungPolitisch und militärisch formierten sich die Taliban um 1993 nach dem Ende der sowjetischen Besatzung Afghanistans, als verschiedene Gruppierungen der Mujahedin untereinander in bewaffnete Auseinandersetzungen gerieten. Ihre Gründung wurde von Pakistan finanziell und materiell unterstützt. Im Verlauf der Kämpfe entwickelten sich die Taliban ab 1995 zur dominanten Fraktion innerhalb Afghanistans. Einen Großteil ihrer Mitglieder rekrutierten sie aus den Koranschulen (Madrasa) entlang der afghanisch-pakistanischen Grenze. Mit der Einnahme der Hauptstadt Kabul 1996 und der folgenden Konsolidierung ihrer Macht kontrollierten die Taliban seit 1997 drei Viertel des Landes und konnten diese Position bis zum Jahre 2001 weiter ausbauen. Zu dieser Zeit war nur der Nordosten des Landes noch nicht unter der Herrschaft der Taliban. Nachdem 1998 zehn iranische Diplomaten getötet wurden, standen Iran und das Talibanregime kurz vor einem Krieg, der trotz der Mobilisierung 200 000 iranischer Soldaten abgewandt werden konnte. Den Taliban wurde seit 1999 vorgeworfen, Terroristen (insbesondere von al-Qaida) Unterschlupf zu gewähren. Diese Vorwürfe verstärkten sich nach den Anschlägen in den USA am 11. September 2001. Infolgedessen wurde die von den USA erhobene Forderung nach Auslieferung der Verdächtigen international unterstützt. Ab dem 7. Oktober 2001 griffen die USA Afghanistan an und unterstützten die Vereinigte Islamische Front zur Rettung Afghanistans, auch bekannt als Nordallianz, um die Taliban und mit ihr deren Führer Mullah Omar zu entmachten (siehe auch Krieg in Afghanistan bzw. Operation Enduring Freedom). Einige Hundert Verdächtige wurden von den USA inhaftiert und sind seitdem in Guantánamo Bay auf Kuba interniert. Unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen wurde eine Übergangsregierung gebildet, die durch ausländische Truppen (ISAF) unterstützt wird. Seit Anfang 2006 scheinen die Taliban wieder zu erstarken. Mullah Omar, ihr noch immer gesuchter Führer, hat mit neuen Gewaltakten für 2006 gedroht. Mehrere Dörfer und ländliche Gebiete sollten zu diesem Zeitpunkt bereits wieder unter Kontrolle der Taliban sein. Täglich gibt es in Afghanistan inzwischen wieder neue Anschläge. Besonders trifft dies auf die südöstliche Region Waziristan zu, die fast gänzlich in den Händen der Taliban liegt. Dort vermutet man auch Mullah Omar, den Führer der Taliban, sowie Osama Bin Laden, Führer der radikal-islamischen Organisation Al-Qaida. Als Reaktion begannen die USA im Mai 2006 mit der Operation Mountain Thrust einen Vorstoß in die Berge. Dieser richtet sich gegen die Taliban vor allem im unruhigen Süden des Landes. Man nimmt an, dass die USA mit dieser Operation die Taliban endgültig vernichten wollen, um die Kontrolle des Südens nach und nach in die Hände der ISAF-Friedenstruppen zu legen. Geiselnahme von AusländernAm 18. Juli 2007 entführten Milizen der Taliban die beiden deutschen Bauingenieure Rüdiger Diedrich und Rudolf Blechschmidt. Die Bauingenieure waren in der afghanischen Provinz Wardak verschleppt worden, als sie an einem Dammprojekt arbeiteten. Ein Sprecher der Taliban drohte mit der Ermordung der deutschen Geiseln, falls sich die Bundeswehr nicht aus Afghanistan zurückzöge. Rüdiger Diedrich erlitt in der Geiselhaft einen Schwächeanfall und wurde von den Geiselnehmern erschossen. Er wurde am 21. Juli mit Einschüssen im Rücken und beiden Knien aufgefunden. Rudolf Blechschmidt kam am 10. Oktober frei, nachdem eine vorherige Freilassung der Geisel Ende September gescheitert war. Ebenfalls im Juli 2007 wurden auch 23 koreanische Staatsbürger, die einer christlichen Freikirche angehören und sich zur Vorbereitung von Missionierungstätigkeiten in Afghanistan aufhielten, entführt. Zwei der entführten Koreaner wurden ermordet. Die Geiseln berichteten darüber, dass sie während ihrer Gefangenenzeit Zwangsarbeit verrichten mussten. Außerdem wurden sie mit Gewehren bedroht und aufgefordert, zum Islam zu konvertieren. Ideologie, Religion und Praxis
Religiös haben die Taliban vieles mit den Wahhabiten gemein, einer im 18. Jahrhundert in Saudi-Arabien entstandenen und dort heute vorherrschenden Reformbewegung der sunnitischen Hauptrichtung des Islam. Die Wahhabiten zeichneten sich von Anfang an durch militante Intoleranz gegenüber allen Nichtwahhabiten (auch innerhalb des Islam) aus und waren bestrebt, den Islam zu seinen Wurzeln aus dem siebten Jahrhundert zurückzuführen. In diesem Sinne spricht man auch von Fundamentalisten. Anderen Analysen zufolge gehören die Taliban der ideologischen Schule der Deobandis an, einer fundamentalistischen Gruppe mit Hauptsitz in Deoband, Indien. Im Gegensatz zu den Wahhabiten, die sich aus dem hanbalitischen Islam entwickelten, haben die Deobandi ihre Wurzeln im hanafitischen Sunnismus. Im Einklang mit diesem Hintergrund wurde in Afghanistan die Schari'a, das islamische Gesetz, eingeführt, das die Taliban sehr streng auslegen und aus dem sie unter anderem folgende Verbote und Richtlinien ableiteten:
Praktiken in Afghanistan unter den Taliban:
Den UN zufolge begingen die Taliban während ihrer Gewaltherrschaft schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen. Nachdem sie die Kontrolle über Afghanistan erkämpft hatten, erließen die Taliban Edikte, die die Rechte der Frauen stark einschränkten. Sie betrafen die Bereiche Bildung, medizinische Versorgung, Kleidung und Verhalten in der Öffentlichkeit. Mädchen war es verboten, zur Schule zu gehen. Viele Schulen wurden geschlossen, worauf die Mädchen, wenn überhaupt, nur noch im Privaten unterrichtet wurden. Frauen in Kabul durften nicht mehr ihre Berufe ausüben und saßen immer häufiger als Bettlerinnen in Burkas auf der Straße. Da durch die Wirren des Krieges allein in Kabul ca. 30.000 Frauen als Witwen ohne jegliche männliche Verwandtschaft lebten, hatten diese Frauen meist keine andere Chance, als zu betteln, um ein wenig Geld zum Überleben aufzutreiben. Dass die Restriktionen lebensbedrohend waren, verdeutlicht folgendes: Laut den Physicians for Human Rights bekamen 53 % der ernsthaft Kranken keine Behandlung. Zugang zu medizinischer Versorgung war vor allem den Frauen fast unmöglich. Es gab zur Zeit der Talibanherrschaft in Kabul ein einziges Krankenhaus, in dem Frauen behandelt werden durften. Allerdings war die Grundausstattung mangelhaft, Röntgen- oder Sauerstoffgeräte und Medikamente fehlten, fließendes Wasser war nicht vorhanden. Um überhaupt behandelt werden zu können, galt es für die Frauen, verschiedene Probleme zu meistern. Ohne männlichen Begleiter durfte eine Frau nicht behandelt werden. Da es männlichen Ärzten generell verboten war, Frauen anzuschauen oder zu berühren, konnten Frauen nur noch sehr eingeschränkt untersucht werden. Das Tragen der Burka war auch während der Behandlung Pflicht. Eine einfache Untersuchung oder ein Zahnarztbesuch war fast unmöglich, da der Schleier nicht hochgehoben werden durfte. Um die Einhaltung der Gesetze zu wahren, waren regelmäßig Taliban-Mitglieder in den Krankenhäusern anwesend. Falls sich Afghanen den Taliban-Gesetzen dennoch widersetzten, wurden schwere Strafen verhängt. Ärzten drohten Schläge, Berufsverbot und Gefängnisstrafen. Sowohl in den Städten als auch auf dem Lande waren die hygienischen Verhältnisse auf niedrigstem Niveau. Öffentliche Bäder waren, soweit noch vorhanden, Frauen generell nicht mehr zugänglich. In den Städten trafen die Gesetze die Frauen besonders hart, da dort die westliche Orientierung vor der Taliban-Gewaltherrschaft am ausgeprägtesten gewesen war, Frauen in vielen Fällen regelmäßig gearbeitet und westliche Kleidung getragen hatten. Jedoch war nicht nur die Religion ein Hauptpfeiler der Taliban-Herrschaft, sondern auch paschtunischer Nationalismus. Denn die Taliban-Gesetze variierten von Gegend zu Gegend, waren aber besonders streng in den Gebieten, in denen Nicht-Paschtunen wohnen, also Ethnien, die sich von den Taliban unterscheiden. Am stärksten waren die Hazara betroffen, gegen die es mehrfach zum Völkermord kam. Jedoch blieb dies in der Presse vollkommen unbeachtet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Taliban
Keine Huris im Paradies Von Jörg Lau Wurde der Koran_Text falsch überliefert? Nicht Jungfrauen, sondern „weiße Trauben" warten auf den Muslim im Jenseits. Ein deutscher Wissenschaftler hat frühe Textfragmente untersucht. Seine Quellenkritik bedroht die islamische Theologie Im letzten Jahrhundert rückte die Textkritik der Bibel zu Leibe. Kommt nun der Koran an die Reihe? Islamische Gelehrte haben begonnen, die amtliche Version von der Urgeschichte des Korans infrage zu stellen. Der Koran ist für die Muslime das Wort Gottes, der durch den Erzengel Gabriel in „klarer arabischer Sprache" zum Propheten gesprochen hat. Das Bekenntnis zum „ungeschaffenen" und „unnachahmlichen" Koran ist nicht nur Sache der so genannten Fundamentalisten, sondern jedes rechtgläubigen Muslims. Diese Lehre ist unter Druck geraten. Westliche Beobachter sprechen schon von einer Welle des „islamischen Protestantismus" – etwas voreilig vielleicht. In der islamischen Welt sind die liberalen Theologen mit ihrem differenzierten Blick auf Entstehung und Struktur des Koran_Textes hoffnungslos isoliert. Es hilft ihnen gar nichts, dass sie meist fromme Männer sind, die einen authentischen Zugang zu ihrem zentralen Glaubensdokument suchen. Wer nicht hingerichtet wurde wie der Sudanese Mahmoud Taha, wer nicht ins westliche Exil fliehen konnte wie der Ägypter Nasser Abu Zaid, der muss wie der Iraner Abbdolkarim Sorusch in Angst vor den Schlägertrupps der Gesinnungswächter leben. Mitten hinein in diesen ungleichen Kampf zwischen Liberalen und Orthodoxen hat ein deutscher Gelehrter ein Buch geworfen, das auf dem besten Weg ist, weltweit Furore zu machen. Der Mann zieht es vor, sich Christoph Luxenberg zu nennen – ein Pseudonym. „Meine arabischen Freunde", sagt er, „haben mir dazu geraten, nachdem sie meine Thesen kannten." Der promovierte Semitist – also Fachmann für alte semitische Sprachen, insbesondere das Aramäische – hat gut daran getan, auf seine Freunde zu hören. Sollte seine Methode sich durchsetzen, entstünde nicht weniger als ein grundlegend neues Verständnis des Korans. Luxenberg kann zeigen, dass der Koran an vielen Stellen von den arabischen Kommentatoren fehlgelesen und missdeutet wurde. Viele dunkle Stellen, die in über 1000 Jahren der Arbeit am heiligen Text selbst für arabische native speakers rätselhaft blieben, kann Luxenberg erhellen. Der Clou seiner Arbeit: Der Text des Korans zeigt sich in ungeahntem Maße von syrisch_christlichen Elementen durchwebt. Die dunklen Stellen des Korans lassen sich aufhellen Einige Neudeutungen Luxenbergs haben auch für den Laien sofort erkennbar ungeheure Brisanz. So klärt er zum Beispiel das Rätsel der Paradiesjungfrauen auf, der „großäugigen Huris", die vermeintlich auf die Gottesfürchtigen im Paradies warten. Über die Sinnlichkeit der jenseitigen Männerfantasien haben sich schon seit je die Kommentatoren gewundert. Keine Religion des vorderasiatischen Raumes wusste ihren Gläubigen Derartiges zu versprechen, wie es etwa die Suren 44 und 52 tun. Für die christliche Polemik gegen den Islam waren die entsprechenden Stellen immer willkommen. Nach Luxenbergs Erkenntnissen laufen diese Angriffe ins Leere. Der Koran spricht nämlich gar nicht von Jungfrauen. Luxenberg zeigt, dass die Huris in Wirklichkeit nichts anderes sind als „weiße, kristallklare Trauben", Früchte, die in den Paradiesvorstellungen des Orients von alters her als Sinnbild von Wohlleben und Behaglichkeit galten. Das ist eine schlechte Nachricht für jene, die den Koran politisch missbrauchen: Mit der Vision von den willigen Huris werden junge Männer fürs Märtyrertum geködert. Für alle, die an einer Klärung des Koran_Textes interessiert sind, sollte die stimmigere Lesart ein Grund zur Freude sein. Freilich ist die Sache nicht so einfach. Radikale Revisionen wie diese lösen naturgemäß höchst gemischte Gefühle aus, und zwar bei frommen Muslimen ebenso wie bei der etablierten Islam_Wissenschaft. 5Geschichte des KorantextsDie Geschichte des Korantexts stellt sich aus wissenschaftlicher Sicht etwas differenzierter dar, als die heute unter Muslimen gängige, geglättet erscheinende Version. Die historische Wissenschaft geht, wie die Muslime auch, zumeist von einer autoritativen Edition des Korans unter dem Kalifen Uthman ibn Affan aus.
ÜberblickDie muslimische Überlieferungen von einer Koransammlung (dscham'u 'l-quran- ǧamʿu ʾl-qurʾān) bereits unter dem Kalifen Abu Bakr scheinen Berichten von einer ersten Sammlung unter Umar ibn al-Chattab (ʿUmar b. al-Ḫaṭṭāb) zu widersprechen. Dieser Widerspruch, der auf die inhaltlich unterschiedlichen und nicht selten tendenziös gefärbten Berichte des islamischen Überlieferungswesens zurückzuführen ist, konnte von der historischen Wissenschaft bis heute nicht endgültig gelöst werden. Ein Koranexemplar von Ḥafṣa, einer Tochter Umars, wird sowohl von der historischen Wissenschaft als auch vom größten Teilen der muslimischen Gelehrten als zentral erachtet. Problematisch erscheint lediglich, dass es eine Tochter Umars war, die offenbar das Koranexemplar erbte, und nicht der Kalif Uthman, was bei einem so wichtigen Dokument bemerkenswert ist. Neben dem offiziellen Exemplar, das Uthman von Zaid b. Thabit mit ihm zu Seite gestellten Personen, über deren Identität in der historischen Wissenschaft Zweifel herrschen, erstellen ließ, gab es nach muslimischer Tradition noch mindestens vier weitere, abweichende Exemplare, von denen das wichtigste das von Abdallah b. Mas'ud ist. Auch das Exemplar von Ubayy b. Ka'b fand wohl größere Verbreitung. Des Weiteren gab es Exemplare von Abu Musa Abdallah Qais al-'Aschari und Miqdad b. 'Amr. Über das Exemplar von Abdallah b. Mas'ud berichtet die muslimische Tradition, dass es die Suren 1, 113 und 114 nicht enthalten habe. Außerdem gibt es zwei verschiedene, nicht identische muslimische Überlieferungen von einer stark abweichenden Anordnung der Suren, die beide nicht der Anordnung im autoritativen Exemplar Uthmans entsprechen. Entgegen der muslimischen Auffassung gibt es durchaus Anzeichen, dass dieses Exemplar nicht vernichtet wurde, sondern lange noch Abschriften zirkulierten. Über das Exemplar von Ubayy b. Ka'b berichtet die muslimische Tradition, dass es zwei weitere Suren enthalten habe, die zwar auch überliefert sind, deren erste Textzeugnisse jedoch spät, im 16. Jahrhundert, datieren. Diese Suren sind unter den Namen Surat al-Khal' und Surat al-Hafd oder beide zusammen unter dem Titel Sùratu 'l-qunùt bekannt. Die historische Wissenschaft bezweifelt, genau wie die muslimische, die Echtheit dieser Suren. Auch für dieses Koranexemplar gibt es eine muslimische Tradition über eine stark abweichende Anordnung der Suren. Die beiden im Topkapi Museum in Istanbul und in Taschkent befindlichen Exemplare werden von der historischen Wissenschaft in keinem Fall als die bis heute erhaltenen Exemplare der Edition Uthmans angesehen. Man hat aber 1972 in der Hauptmoschee von Sana'a Fragmente alter Kodices auf Pergament gefunden, die nicht nur orthographische Abweichungen im Rasm, sondern auch eine andere Anordnung der Suren enthalten, die die Richtigkeit entsprechender Angaben in der Literatur, vor allem im Fihrist des Ibn al-Nadim, verfasst gegen 987–988, bestätigen. Zweifelsfrei sind die ältesten Fragmente diejenigen, die in der sog. hidschazischen mâ'il-Schrift aufgezeichnet worden sind. Fragmente dieser Kodices liegen in San'a, ein 176 Blätter starkes Fragment liegt in der British Library unter der Nr. Or.2165 und geht auf das frühe achte Jahrhundert zurück. Die meisten heutigen Koranexemplare gehen auf eine Edition der Al-Azhar-Universität aus dem Jahre 1924 zurück, die damit einen bestimmten Konsonantentext und eine einzige Lesart quasi zur verbindlichen gemacht hat, obwohl die ältere muslimische Tradition ganze Enzyklopädien über abweichende, aber dennoch anerkannte Lesarten kennt. Die handschriftlichen Grundlagen dieser Ausgabe sind unbekannt. Eine textkritische Edition des Korans nach westlichem Standard gibt es bis heute nicht. Die Schaffung eines textus receptus anhand vorliegender Koranhandschriften aus der Frühzeit mit der Verzeichnung der Lesevarianten in einem textkritischen Apparat wird von der islamischen Welt strikt abgelehnt. Ansätze dazu wurden in den 1920er und 1930er Jahren von Gotthelf Bergsträsser, Arthur Jeffery und Otto Pretzl unternommen, jedoch wegen des Todes von Bergsträsser und Pretzl nie zu Ende geführt. An der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ist ein textkritischer Kommentar derzeit in Vorbereitung (Corpus Coranicum). Erste Forschungsergebnisse sollen 2009 veröffentlicht werden. Heterodoxe Forschung http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Korantexts Corpus Coranicum http://www.bbaw.de/bbaw/Forschung/Forschungsprojekte/Coran/de/Mitglieder_Mitarbeiter
Allah - Mondgott - die Töchter Allahs
Sharia islamisches Recht Die Sharia, das islamische Recht beruht auf zwei Hauptquellen, dem Koran und der Sunna, aufgezeichneten Überlieferungen über das, was Mohammed in bestimmten Situationen gesagt, getan oder stillschweigend gebilligt hat. Die Sharia umfasst auch das Familienrecht, das Strafrecht und die kultischen und ethischen Pflichten von Frauen und Männern. .
Nach einer Auspeitschung Am 12. November starb der 14 jährige Kaveh Habibi_Nejad während eine öffentliche Auspeitschung an ihm vollzogen wurde. Er erhielt die Strafe, weil er in der Öffentlichkeit gegessen hatte während des heiligen Monats Rammadan.
Die offizielle Saudische Presseagentur teilt uns mit, dass Ali bin Suweid Al-Domnan, der einen anderen Mann im Streit getötet hatte, gestern durch Enthauptung mit dem Schwert hingerichtet wurde. http://calamitas-bystander.blogspot.com/2007/11/das-neueste-aus-dem-mutterland-der.html Abfall vom Islam Apostasie im Islam, meist Ridda oder Irtidad genannt (arabisch ردة, DMG ridda, ارتداد, DMG irtidād), bezeichnet den „Abfall vom Islam“. Sie ist nach islamischem Recht (der Schari'a) mit der Todesstrafe bedroht. Derjenige, der vom Islam abgefallen ist, wird Murtadd (Apostat) genannt. Nach dem klassischen islamischen Recht ist die Todesstrafe die allgemein anerkannte und in der Sunna des Propheten verankerte Strafe für Apostaten. Dabei beziehen sich die verschiedenen Rechtsschulen auf überlieferte Aussagen (hadith) des Propheten Mohammed, wie: „tötet denjenigen, der seine Religion wechselt“. Diese für die Verurteilung eines Apostaten maßgebliche Anweisung des Propheten wird schon im Muwatta' des Malik ibn Anas im 8. Jahrhundert und in den kanonischen Hadithsammlungen der Traditionswissenschaft einstimmig überliefert. Der oben genannte Prophetenspruch bezieht sich ausschließlich auf den Abfall vom Islam, denn die Schari'a kümmert sich naturgemäß nicht um den Religionswechsel der Angehörigen der anderen monotheistischen Religionen. Mit Ausnahme der hanafitischen Rechtsschule ist nach historischer Rechtsauffassung auch die Apostatin zu töten; Schwangere aber erst nach der Niederkunft. Für Frauen ist bei den Hanafiten lebenslange Freiheitsstrafe vorgesehen. http://de.wikipedia.org/wiki/Apostasie_im_Islam anhang: wie man in islam frauen korrekt schlägt. http://de.youtube.com/watch?v=bmXd44-gD-Q
MahdiDer Mahdi (arabisch مهدي, Partizip Passiv mit der Bedeutung „geführt“, „geleitet“ bzw. „der Rechtgeleitete“) ist im Islam der von Gott gesandte Messias, der in der Endzeit das Unrecht auf der Welt beseitigen wird. Im Koran finden sich keine klaren Aussagen bezüglich eines Messias, der zum jüngsten Tag auftritt. Der Glaube an die Wiederkunft des Mahdi ist aber im Islam weit verbreitet. Aufgaben und BegleiterscheinungenEs gibt die auf Hadithen beruhende Auffassung, dass der Mahdi die Menschen erfolgreich zum Glauben an Gott führen wird, gegen Dajjal kämpfen und diesen töten wird. Unter Dajjal wird das personifizierte Böse verstanden und weist Ähnlichkeit mit dem „Antichristen“ oder „Verführer“ und anderen für die „Endzeit“ in der Bibel, Offenbarung des Johannes beschriebene Personen auf. So soll der Dajjal z. B. auch Wunderzeichen tun. Ein Mahdi ist eine Person, die direkt von Allah geleitet wird. Dies sind in hohem Maße nur Propheten. Während Ahmadi-Muslime glauben, dass der Mahdi einen spirituellen und intellektuellen Dschihad führen wird, erwarten andere islamische Gruppen einen Mahdi, der den Islam im bewaffneten Kampf wieder erstarken lässt. ErscheinungsformenIsa Sohn der Maria (Jesus von Nazareth)Im Koran erhielt nur Isa (d.h. Jesus von Nazaret) den Titel Mahdi bzw. Messias. (z. B. Sure 3:44-49, 4:170-174) Die Mehrheit der Sunniten setzt ihn daher auch mit dem erwarteten Mahdi gleich, andere lehnen dies ab. Nachkomme MohammedsAllgemein herrscht Einigkeit, dass es sich beim Mahdi nicht um Mohammed, den Stifter des Islams, handeln wird, nach schiitischer Auffassung jedoch, über seine Tochter Fatima und ihren Ehemann Ali, zumindest um einen seiner Nachkommen. Verborgener Imam - Muhammad al-MahdiDen Imamiten oder Zwölfer-Schiiten, der größte Gruppe der Schiiten gilt der Verborgene Imam als Mahdi. Dieser soll dereinst zurückkommen und die Welt retten und ist eine typische messianische Gestalt. Die Imamiten kennen zwölf Imame. Laut mündlichen Überlieferungen sind elf Imame eines unnatürlichen Todes gestorben. Der Mahdi, der einzige Überlebende der zwölf Imame, sei als junger Mann verschwunden. Muhammad al-Mahdi gilt als der verborgene Imam und lebt im Verborgenen weiter. Der letzte Imam soll über vier Generationen hinweg noch über Botschafter mit der Gemeinde Kontakt gehalten haben - diese Zeit nennen die Schiiten die "kleine Abwesenheit" (al-ghaibat as-sughra). Im Jahre 941 christlicher Zeitrechnung habe er sich gänzlich zurückgezogen, seit dem dauert die Periode der "großen Abwesenheit" (al-ghaibat al-kubra) an. Die Schiiten warten auf seine Wiederkunft. Die Verfassung des Iran von 1979 bezeichnet den Zwölften Imam als eigentliches Staatsoberhaupt. Der Klerus herrscht nach dieser Auffassung nur in seiner Stellvertretung bis zu dessen Wiederkehr aus der Verborgenheit. KoranNeuerdings wird als Mahdi auch der Koran selbst in Betracht gezogen. Personen, die für sich in Anspruch nahmen, der Mahdi zu seinIn der Vergangenheit gab es eine Reihe von Personen, die als Mahdi aufgetreten sind. Diese gewannen mehr oder weniger starke Anhängerschaften. Die Bekanntesten sind: Bab - Mirza Ali MuhammadDer Bab, mit bürgerlichen Namen Sayyid Ali Muhammad – Religionsstifter des Babismus – interpretierte die Mahdi-Vorstellung der Schiiten insofern um, als er im erwarteten Zwölften Imam einen rein sprirituellen Erneuerer ohne weltlichen Machtanspruch sah. Ab 1844 beanspruchte er selbst dieser Erneuerer zu sein und begründete damit eine neue Zeitrechnung. Der Bab lehrte das unmittelbar bevorstehende Kommen eines „noch größeren“ Gottesgesandten, den „Gott offenbaren“ würde. Die meisten seiner Anhänger sahen diese Prophezeiungen in Baha'u'llah erfüllt, wurden ab 1863 dessen Anhänger und bezeichneten sich fortan nach ihm als Bahai. Muhammad AhmadAls Mahdi bezeichnete sich auch Muhammad Ahmad, der Führer des Mahdi-Aufstandes in Sudan. Muhammad Ahmad stellte sich 1881 an die Spitze einer Aufstandsbewegung gegen die ägyptische Besetzung Sudans. Die Wirren in Ägypten im Zuge der Urabi-Bewegung begünstigten die Ausbreitung seiner Idee. Nach der Niederschlagung der Urabi-Bewegung strömten ihm neue Anhänger zu. Von 1881 bis 1898 schufen diese in Sudan einen eigenen Staat. Berühmt wurde dieser Mahdi durch die Eroberung Khartums am 26. Januar 1885. Dabei kam Charles George Gordon ums Leben (und ging danach als „Gordon von Khartum“ in die Geschichte ein). Einseitig cineastisch umgesetzt wurden diese Ereignisse durch den Film „Khartoum“ (1965). Wenige Monate nach der Eroberung Khartoums starb Muhammad Ahmad. Seinem Nachfolger und engstem Vertrauten Abdallahi ibn Muhammad, mit dem Titel Kalif, gelang es, das gesamte Gebiet Sudans zwischen den Provinzen Darfur im Westen, Suakin im Osten (ohne die Stadt), Dongola im Norden und Bahr al-Ghazal im Süden der Mahdia zu erobern. Gegen ihn wurde ein britisch-ägyptisches Expeditionskorps unter Horatio Herbert Kitchener in Marsch gesetzt, das die Sudanesen am 2. September 1898 in der Schlacht von Omdurman besiegte. Mirza Ghulam AhmadMirza Ghulam Ahmad, der Begründer der Ahmadiyya hat sich 1890 als der prophezeite Mahdi und Messias bezeichnet. Mirza Ghulam Ahmad erklärte den (religiös motivierten) Dschihad für abgeschafft, worin sich die pazifistische Haltung der Ahmadiyya begründet. Daraus begründete er sein Amt als Messias und Mahdi des Islams, des Christentums, des Judentums sowie alle anderen Weltreligionen (z.B. Hinduismus als Avatara des Krishna). Durch diesen Anspruch wurde er von vielen sunnitischen Gelehrten zum Apostaten erklärt. Außerdem soll Gott Ihm mitgeteilt haben, dass Jesus lange nach der Kreuzigung, die er überlebte, eines natürlichen Todes starb und in Kaschmir, Indien begraben sei. Wallace Fard MuhammadWallace Fard Muhammad, Führer des Nation of Islam, erklärte sich im Juli 1930 zum Mahdi. 6HINDUISMUS
Hinduistische Gewalt
Im Frühjahr 2002 wurden im indischen Bundesstaat Gujarat 2000 Menschen bei kommunalistischen, d. h. sich über Gruppenidentitäten definierende Ausschreitungen ermordet. Fast alle, die starben, waren Muslime, und die Zahl der Toten liegt wahrscheinlich viel höher als die offiziellen Schätzungen. Drei Tage hatte der Ministerpräsident von Gujarat, Narendra Modi, der "verständlichen Wut" der Hindus gegeben. Zwei Monate wütete die Gewalt, unterstützt von der Polizei, gerechtfertigt von führenden Politikern Indiens.
Die Ausschreitungen gegen die Muslime in Gujarat galten als "Reaktion" auf den Brand in einem Zug, bei dem 57 "Freiwillige" (kar sevaks) der hindu_nationalistischen Organisation VHP (Vishwa Hindu Parishad _ Welthindurat) umkamen. Obwohl eine forensische Kommission feststellte, dass das Feuer wohl innerhalb des Zuges ausbrach und nicht von außen gelegt wurde, gilt der Brand noch immer als Rechtfertigung für eine Welle der Gewalt, die den letzten Höhepunkt in einem sich seit Jahren an Brutalität steigernden Konflikt bildet. Der Zug der Freiwilligen kam aus Ayodhya, der Stadt, in der nach dem Willen der VHP ein Tempel für den Gott Ram gebaut werden soll. Dort stand bis vor einigen Jahren die Babri Moschee, von der heute nur noch einige Trümmer übrig sind. Denn am 6. Dezember 1992 hatten 300 000 Freiwillige, die dem Aufruf der VHP und einiger Politiker wie z. B. des gegenwärtigen Innenministers und Vize_Premiers Advani gefolgt waren, die Moschee dem Erdboden gleichgemacht. Die hindu_nationalistischen Organisationen beanspruchten das Land, von dem sie behaupten, es sei der Geburtsort Rams. Die Zerstörung der Moschee hat die bis dahin schwersten kommunalistischen Unruhen in Indien seit der Unabhängigkeit 1947 ausgelöst. Auch damals waren die meisten Toten Muslime. Der Streit um das Land in Ayodhya schwelt seit Jahrzehnten. Das Oberste Gericht hat inzwischen jegliche religiösen Aktivitäten auf dem Gelände untersagt, bis gerichtlich geklärt ist, wem das Land rechtmäßig gehört. Die VHP behauptet jedoch, der Streit um das Land sei nicht gerichtlich zu entscheiden, denn hier ginge es um tiefste religiöse Gefühle, und was Sache des Glaubens sei, könne nicht verhandelt werden. Der Glaube, dass der Gott dort geboren wurde, heiligt den Ort. Und er heiligte das Anliegen, die Moschee zu zerstören. Wie so oft wird ein Stück Land _ also ein eigentlich teilbares Gut _ sakralisiert, das heißt zum Symbol eines angeblich unteilbaren Wertes. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal auf die Besonderheiten des Hindu_Fundamentalismus eingehen, da er Verhaltensweisen und ideologische Konzepte aufweist, die wir in anderen fundamentalistischen Bewegungen so nicht kennen. Der Hindu_Fundamentalismus ist ein Fundamentalismus der Orthopraxie und nicht der Orthodoxie. Dies scheint der gerade geleisteten Darstellung der verschiedenen politisch orientierten hindu_fundamentalistischen Organisationen allerdings zu widersprechen. Ist nicht die massive ideologische Propaganda gegen Muslime und Christen, die oft genug in blutigen Unruhen eskaliert, ein Ausdruck religiös intoleranten Verhaltens, das wir als Fundamentalismus der Orthodoxie, also der Glaubenslehre, verstehen müssen, ähnlich dem islamischen Fundamentalismus, der seine Unduldsamkeit gegen andere Religionen dogmatisch begründet? Jede andere Religion neben dem Islam ist Unglauben – auch wenn Judentum und Christentum aufgrund der Tatsache, dass sie zu den Schriftbesitzern zählen, nicht völlig fern der Wahrheit stehen –, da nur der Islam, und hier natürlich nur die jeweilige fundamentalistische Gruppierung, die göttliche Botschaft in ihrer unverfälschten Reinheit aufgenommen hat. Deswegen haben andere Religionen neben dem Islam kein Existenzrecht. So würde ein Hindu_Fundamentalist jedoch nie argumentieren. Seiner Meinung nach darf jeder den Gott seiner Religion verehren, wenn er akzeptiert, dass auch die hinduistischen Götter Ausdrucksformen dieses Gottes sind. Damit befindet er sich noch auf dem Boden der universalistischen oder inklusivistischen Ausrichtung seiner Religion. Nicht die Tatsache, dass der Muslim Allah oder der Christ Christus verehrt, stört ihn, sondern deren Exklusivismus, der sich praktisch darin äußert, dass beide Religionen den Sana_tana Dharma nicht akzeptieren und sich ihm nicht unterordnen. Mit der Weigerung ihrer Anerkennung und der faktischen Nicht_Befolgung der heiligen Ordnung, ist diese jedoch aus dem Lot geraten, was zu sozialem und gesellschaftlichem Chaos geführt hat, welches nur beseitigt werden kann, wenn alle den Sana_tana Dharma befolgen. Deswegen behaupten auch die Fundamentalisten des RSS, dass sie, trotz ihrer anders lautenden Propaganda, nichts gegen Muslime und Christen in Indien haben, so sie sich denn hinduisieren, d.h. den Sana_tana Dharma anerkennen. Ein wesentlicher Unterschied zum islamischen oder jüdischen Gesetzesverständnis, das die Shari'a bzw. die Halacha als Ausdruck des göttlichen Willens interpretiert, liegt im Hinduismus darin, dass der Sana_tana Dharma noch über den Göttern steht. Er ist daher nicht Ausdruck des göttlichen Willens. Wer ihn nicht befolgt, missachtet nicht einen Gott, sondern die kosmische Ordnung selbst. Eine weitere Gefährdung der heiligen Ordnung sehen die Fundamentalisten in der Auflösung der starren Hierarchie des Kastensystems, da dieses Ausdruck der perfekten Ordnung ist. Konkret bedeutet dies, dass der Hindu_Fundamentalismus gegen zwei Feinde operieren muss, nach außen gegen all jene, die den Sana_tana Dharma durch das Bekenntnis zu einer anderen Religion nicht anerkennen, und nach innen gegen all jene, die das Kastensystem durch die Nicht_Befolgung der strengen Kastenregeln aushöhlen. Während sich die islamischen Fundamentalisten gerade auf die verarmten Volksmassen stützen können, ist dies den Hindu_Fundamentalisten so nicht möglich, da zwei Drittel aller Hindus als Angehörige der unteren Kasten durch die starre Kastenordnung benachteiligt sind und daher auf deren Zementierung kaum einen Wert legen. Auch widerspricht die Konzentration des Hinduismus auf den brahmanischen Sanskrit_Hinduismus durch die Fundamentalisten dem volkshinduistischen Glaubensleben mit seiner Vielzahl von Riten und Kulten, die zum Teil aus vorarischer Zeit stammen. Dass man dieses Problem von Seiten der Fundamentalisten und Nationalisten erkannt hat, zeigt der Kurswechsel der BJP Was den Hindu_Fundamentalismus zu einer internationalen Gefahr macht, ist seine politische Richtung, die vom Subkontinent als politischer Einheit unter hinduistischer Vormacht träumt. Ein Traum, der mit dem pakistanisch_islamischen Nationalismus kollidiert und die reelle Gefahr eines Atomkriegs in sich birgt, da die Fundamentalisten auf beiden Seiten auch gewillt sind, diese Waffen einzusetzen. http://them.polylog.org/5/ack-de.htm
Die militiärische Dimension: Drei Kriege Bei den drei indisch-pakistanischen Kriegen handelte es sich keinesfalls immer um "große Kriege", zwischen denen Phasen der völligen Ruhe lagen: Der erste Krieg beschränkte sich auf Kashmir und wurde auf pakistanischer Seite zu einem großen Teil von Muslimen aus diesem Staat, unterstützt von Freischärlern, getragen. Zum zweiten Krieg kam es, nachdem die bis dahin erfolgversprechenden Gespräche zwischen Indien und Pakistan durch Nehrus Tod (Mai 1964) zum Abbruch kamen und Ayub Khan die Chance einer Positionsverbesserung für Pakistan sah. Zuerst ging es nur um die ölhöffigen Gebiete im Rann von Kutch; "ein paar Patrouillen tief in das von Indien gehaltene Kashmir" führten (im August) zu Kämpfen entlang der Waffenstillstandslinie, auf die Indien mit einem Angriff auf breiter Front im Raum Sialkot-Lahore antwortete und einigen Geländegewinn machten, bis am 23.9. ein Waffenstillstand in Kraft trat. Mit sowjetischer Vermittlung kam es im folgenden Jahr (1966) zum Vertrag von Tashkent, der den status quo ante wiederherstellte. Die Kriegsparteien unterwarfen sich einem internationalen Schiedsgericht, das 1968 die endgültige Grenze im Rann von Kutch festlegte. Der dritte, und vorerst letzte, Krieg wurde ausgelöst, als General Yahya Khan, der General Ayub Khan als Militärdiktator abgelöst hatte, sich weigerte, die Macht an das frisch gewählte Parlament abzugeben, in dem die auf regionale Souveränität drängenden Ostpakistani die Mehrheit bildeten, und in einer Militäraktion versuchte, die politische und intellektuelle Elite Ostpakistans auszulöschen. Im Verlauf des folgenden Bürgerkrieges flüchteten Millionen - die Schätzungen gehen bis zu 10 Mio. - Bengalen nach Indien. Nachdem sich Indien Rückendeckung in der Sowjetunion verschafft hatte und Pakistan Indien den Krieg erklärte, eroberten indische Truppen binnen weniger Tage Ostpakistan und zwangen die pakistanische Armee zur bedingungslosen Kapitulation; im Westen gelang den pak. Truppen der erhoffte schnelle Durchbruch nicht; so kam es am 16.12.19971 zum Waffenstillstand und 1972 zum Abkommen von Shimla, das den Verlust Bangladeshs bestätigte und im Westen den status quo wiederherstellte. An der Waffenstillstandslinie in Kashmir kam es auch danach immer wieder zu Scharmützeln; seit Jahren findet ein Abnutzungskrieg auf dem Siachen-Gletscher, dem höchsten Kriegsschauplatz der Welt, statt. Auch sonst kommt es immer wieder zu Übergriffen, die sich Indien und Pakistan gegenseitig vorwerfen. http://www.sai.uni-heidelberg.de/abt/intwep/zingel/jbindi98.htm Kastensystem
In Indien wird jeder Mensch aufgrund seines Karmas in eine bestimmte Kaste hineingeboren wird.. Diese Kastenzugehörigkeit ist vererbbar und die Regeln der Kaste bestimmen den späteren Ehepartner sowie das ganze spätere Leben (wie z.B. den Beruf) Besonders unerklärlich war mir das Kastensystem deshalb, weil ich gerade in Indien eine große Flexibilität des Geistes vorgefunden hatte, die alle Widersprüche vereinen kann und jeden in religiösen Dingen seinen eigenen Weg gehen läßt. Demgegenüber dieses unmenschliche, unflexible Kastensystem, das den hochgestellten Kasten noch den Rahmen dafür bietet, niedrige Kasten auszubeuten und sich ihnen gegenüber unmenschlich zu verhalten
In dieser Zeit des orthodoxen Hinduismus, auch Brahmanismus genannt, erlangten die hellhäutigen Arier zugleich auch ihre politische Herrschaft über die Nichtarier. Religion war damit ein Mittel zur Erlangung der Macht geworden, der wesentliche Kern also verdeckt. Die vier Hauptkasten wurden als Kopf, Schultern und Arme, Eingeweide und Füße des Urmenschen, der von Brahman geschaffen wurde, angesehen und waren damit gottgegeben. Außerhalb dieser Kasteneinteilung standen die Parias, die Kastenlosen, die auch gleichzeitig die Ausgestoßenen waren. Nach diesem dekadenten arischen Kastensystem durften nur die drei oberen Kasten sich Arya nennen. Dieses Kastensystem fand seine Kritiker in den eigenen Reihen und führte zur Entstehung neuer Religionen wie Buddhismus und Jainismus, die das Kastendenken ablehnen. Buddha entstammte selbst der Kriegerkaste, verhielt sich wie ein Krieger im ursprünglichen Sinne und wurde zu einem Wissenden. Über den Kasten stehend empfinden sich auch alle indischen 'Heiligen', Sannyasins, Sadhus, also alle, die einen wirklich spirituellen Weg gehen.
Mit der Unabhängigkeit Indiens wurde der Kastenzwang aufgehoben, es ist strafbar, die Parias zu benachteiligen; es geschieht aber immer noch. In den indischen Zeitungen findet man oft Notizen, daß es zu Protesten kam, wenn 'Parias' ein bestimmtes Kontingent an Universitätsplätzen zur Verfügung gestellt bekamen oder sogar, daß die Hütten der Unberührbaren von Angehörigen der oberen Kasten niedergebrannt wurden . Die 'unberührbaren' Kasten nennen sich heute selbst Harijans, d.h. Kinder Gottes, einen Ehrennamen, den sie von Mahatma Gandhi, der zeitweise mit ihnen zusammenlebte und -aß (siehe 'Mahatma Gandhi und die Unabhängigkeit Indiens'), bekamen. Die Harijans wehren sich heute selbst gegen ihre Unterdrückung, auf dem Land kommt es zu Landarbeitertreffen, bei denen die Forderung von höheren Löhnen und die Verweigerung der unreinen und unbezahlten (!) Arbeiten bei der Gutsfamilie durch die Harijan-Frauen beschlossen werden. Der Widerstand der Großgrundbesitzer reicht vom Anwerben auswärtiger Arbeitskräfte, denen dann doch höhere Arbeitslöhne gezahlt werden, bis zum Niederbrennen der Häuser derer, die ihr Recht verlangen. Aufgeklärt werden solche Fälle selten, da auch der Polizei meistens Geld näher steht als das Recht. Und so bestehen die Machtstrukturen immer noch weiter. IM KLARTEXT: DIE ARIER HABEN INDIEN EROBERT UND DAS KASTENSYSTEM EINGEFÜHRT. ALS OBERSTE KASTE KONNTEN SIE SO DIE
MEHRHEIT DER INDISCHEN URBEVÖLKERUNG BEHERRSCHEN. WAS SIE BIS HEUTE ERFOLGREICH TUN !
S a t iSati (Sanskrit, f., सती, satī, wörtl.: „die Seiende“, Frau, die den richtigen, mutigen Weg wählt) ist die rituelle Selbstverbrennung von Frauen in einigen indischen Religionsgemeinschaften. Nach dem Tod des Mannes konnte es geschehen, dass seine Witwe sich bei der Verbrennung des Leichnams mit auf den Scheiterhaufen warf. Frauen, die Sati begingen, wurden in hohen Ehren gehalten und teilweise göttlich verehrt, ihre Familie gewann hohes Ansehen. In der hinduistischen Mythologie ist Sati die Tochter Dakshas. Sie erzielte durch eine List die Zustimmung zu der Hochzeit mit Shiva. Daksha empfand jedoch Abscheu vor Shiva und lud ihn nicht zu seinem Festmahl und Opferfeuer ein. Die unglückliche Sati stürzte sich daraufhin in das Opferfeuer.
Ablauf der WitwenverbrennungSati wurde selten durch Gewalt erzwungen, sondern in einigen Bevölkerungskreisen von Witwen erwartet, die durch sozialen Druck dazu gebracht wurden. Die wahren Beweggründe für diese Handlungen sind bis heute umstritten. Die Frauen waren bei der Feuerbestattung ihres verstorbenen Ehemanns anwesend und warfen sich zunächst meist freiwillig in das Feuer. Sobald sie mit den Flammen in Kontakt kamen, traten jedoch Todesangst und Schutzreflexe ein, weshalb anwesende Männer sie mit Holzstangen und grober Gewalt auf den Scheiterhaufen niederdrückten oder durch Schläge auf den Kopf bzw. massive Einwirkung dort hielten. Sobald die Frau das Bewusstsein verlor, wurde leicht brennbares Material nachgeworfen und die Feuerbestattung unter Gesängen und religiösen Ritualen zu Ende gebracht. Bericht eines Reisenden
Der arabische Reisende Ibn Battuta, der im 14. Jahrhundert auch Indien bereiste, berichtet in seinem berühmten Reisebericht von Witwenverbrennungen. Er erwähnte, dass Witwenverbrennungen in muslimischen Gebieten Indiens der Erlaubnis des Sultans bedurften, dass dieser Akt bei den Indern als lobenswerte Tat galt, nicht jedoch Bedingung für eine Witwe war (die allerdings, wenn sie es nicht tat, als untreue Frau galt). Anschaulich schildert er einen Fall von drei Witwen (von Soldaten, die bei einem Gefecht starben), bei deren Verbrennung er Augenzeuge wurde. Das Feuer wurde vor den Frauen mit einem Vorhang verborgen, um sie nicht zu beunruhigen. Eine der Frauen zog jedoch den Vorhang beiseite und rief: „Willst du mich mit dem Feuer erschrecken? Weiß ich doch, dass es Feuer ist! Mach mir Platz!“, um dann mit über dem Kopf gefalteten Händen lächelnd ins Feuer zu stürzen, woraufhin Hörner und Trompeten erklangen und Männer Holz auf die Frau warfen und ihren Körper mit Stangen niederdrückten, während sich ein ungeheures Geschrei erhob. Battuta beendet seinen Bericht mit dem Hinweis, dass er dabei beinahe ohnmächtig umgefallen wäre. Battuta bezeichnet die Nicht-Muslime lediglich als Heiden, sodass nicht ersichtlich wird, ob es sich um Hindus oder Buddhisten handelte. Der Vorfall ereignete sich in der Stadt Amjhera. GegenwartDie Witwenverbrennung wurde in Indien am 4. Dezember 1829 vom englischen Generalgouverneur Lord William Cavendish-Bentinck verboten, durchgesetzt von der damaligen Bewegung um den Hindu-Reformer Ram Mohan Roy. Sie wurde jedoch noch bis ins 20. Jahrhundert immer wieder praktiziert und scheint auch heutzutage noch vereinzelt vorzukommen. In der Stadt Jodhpur im indischen Bundesstaat Rajasthan soll sich noch 1953 die letzte Sati aus dem Königshaus selbst verbrannt haben. Laut indischem Gesetz ist aber jede direkte und indirekte Unterstützung zur Selbstverbrennung verboten; selbst die traditionelle Verherrlichung solcher Frauen wird geahndet. http://de.wikipedia.org/wiki/Sati Die Rolle der Frau im Hinduismus: Frauen sind in Indien von der Erlösung weit entfernt. Sie müssen erst als Männer wiedergeboren werden, um dorthin zu gelangen, während ein Mann nie so tief fallen kann, dass er als Frau wiedergeboren würde. Eher als Wurm. Zitat von Gabriele Venzky, einer indischen Autorin. Durch die Geringschätzung der weiblichen Fähigkeiten, der Frau an sich, kommt es zu einer klaren Unterdrückung. So sind beispielsweise 99,98% der abgetriebenen Föten, bei denen eine Geschlechtsbestimmung durchgeführt wurde, weiblich.Um ihre Töchter zu verheiraten, müssen die Eltern das sogenannte Mitgift zahlen, das zwar offiziell verboten ist, was jedoch nicht beachtet wird. Durch die hohen Forderungen werden ganze Familien in den Ruin oder sogar Selbstmord getrieben. Oft bringen Ehemänner ihr Frauen sogar um, um erneut heiraten und somit wieder neue Mitgift kassieren zu können. Allein in Neu Delhi sollen mehrere hundert solcher Fälle pro Jahr vorkommen. http://referateguru.heim.at/Hinduismus.htm THUGS
Die Thugs waren ein geheimer Kult der sich um die Hindu-Göttin Kali rankte und für diese rituelle Morde verübten. Sie existierte vom 7. oder 13. bis ins 19. Jahrhundert. Der Sekte gehörten Moslems ebenso wie Hindus an. Die „Thugs“ existiertem im heutigen Uttar Pradesh und in Zentral Indien. EntstehungsmythosDer Legende nach Kämpfte die Göttin Kali gegen einen Menschen verschlingenden Dämonen, der die Welt aus dem Gleichgewicht zu bringen drohte. Aus jedem Bluttropfen des Dämons entstanden weitere Dämonen, weshalb Kali aus ihrem Schweiz zwei Krieger schuf. Diesen gab sie Stoffstreifen so genannte „rumal“, mit denen sie die Dämonen strangulierten. Nach dem Sieg über die Dämonen wies Kali ihre Krieger dazu an die „rumal“ zu behalten und solange weiter zu töten bis alles Böse ausgerottet sei. Laut einer bekannteren Version habe Kali das Problem damit gelöst in dem sie das Blut des Dämonen getrunken hat.
Verehrungspraxisrituelle MordeZu ehren der Göttin Kali, der Göttin des Todes, verübten die Thugs zahlreiche Morde, die sie religiös zelebrierten. In ihren Heimatdörfern waren die Thugs meist Handwerker die ein gutes Leben führten, aber jedes Jahr verließen sie ihr Dorf für einige Wochen (die Zeit der Pilgerreisen), um weit weg von ihrer Heimat ihren rituellen Morden nachzugehen. Vor ihren Expeditionen opferten die Thug einem blutbeschmierten und mit Blumen verzierten Bild Kalis ein Schaf. Neben dem Bild lag ihr Handwerkszeug Schlinge, Messer und Breithacke. Zehn oder mehr Thugs schlossen sich dann reisenden Händlern oder Pilgern an um sie während der Reise dann zu töten, man nütze hierfür auch den Vorwand das man in der Gruppe vor den Thugs sicherer sei. Im geeigneten Augenblick legten die Thugs ihren Opfern eine Schlinge um den Hals die sie ruckartig zuzogen, wobei sie flüsternd nach Kalis Aufmerksamkeit flehten. Nach der Tötung verstümmelten die Thugs ihre Opfer mit Messern, was einerseits Kali zum wohl gefallen sein sollte und andererseits eine Identifizierung der Opfer verhindern konnte. Danach wurden die Leichen meist zu einem weit entfernten Ort verbracht und begraben oder wenn sich die Gelegenheit bot auch einfach in einen Brunnen geworfen. Daraufhin folgte ein großes Fest namens Tuponee, bei dem die Mörder geweihten Zucker verzehrten, werden die übrigen Thugs zu Kali beteten. Schätzungsweise wurden eine Million Reisende auf diese Art getötet. Die Opfer der Thugs waren oft wohlhabend, wodurch die Thugs ihren Lebensunterhalt sichern konnten. Frauen wurden meist verschont, war Kali doch selbst eine Frau. Auch heilige Männer, bestimmte Handwerker, Musiker und Poeten standen unter dem Schutz Kalis. Leprakranke und Krüppel wurden von den Thugs selbst gemieden, aus Angst sich anzustecken. Auch Europäer blieben verschont, da man Vergeltungsmaßnahmen befürchtete. Kinder von Opfern wurden oft adoptiert und in die Sekte eingeweiht. Ihnen wurden geheime Zeichen und Sprachen beigebracht.
InitiationJugendliche Novizen worden für ihre Initiation gebadet und in neue Gewänder gekleidet. Sie erhielten eine heilige Breithacke die mit einem weißen Taschentuch, als Symbol für die Schlinge, umwickelt und empor gehalten wurde. Danach wurde aß der Initiant die heilige Speise, einen groben Zucker, während andere Thugs die Göttin Kali um ein Zeichen des Wohlgefallens baten. Danach war der Initiant ein rechtmäßiger Thug, und damit betraut Gräber auszuheben, Opfer ausfindig zu machen und zu überrumpeln, bis er sich in den Rang eines Mörders hochgearbeitet hatte.
Die Zerschlagung1826 begann die Koloniale Verwaltung, unter der Führung von Colonel William Sleeman, gegen die Thugs vorzugehen. Verhaftete Thugs wurden verhört. Informanten sicherte man Straffreiheit zu. So gelang es zahlreiche Informationen über die geheime Organisationsstruktur der Thug zu bekommen und vielen von ihnen vor Gericht zu stellen. Hohe Strafen wurden verhängt, von 3689 Thugs denen bis 1840 der Prozess gemacht wurde, wurden fast 500 zum Tode verurteilt, während die übrigen lebenslängliche Haftstrafen erhielten. Nur 56 Informanten wurden begnadigt. 651 weitere Thugs wurden bis 1848 verurteilt. Der letzte Thug wurde 1882 gehängt. Informanten und deren Kinder wurden in speziellen Schulen umerzogen. Sie wurden zu Ziegelbrennern, Hausbauern und Webern. Ihre Teppiche wurden sogar so berühmt das Königin Viktoria einen 12 x 24 Meter Teppich, mit etwa 2 Tonnen Gewicht, für das Schloss Windsor in Auftrag gab.
Quelle
Aghora Weit draußen, noch außerhalb des Geländes, führt uns jemand zu einem Mitglied der über Tausend Jahre alten Hindu-Sekte Aghora. Das sind die größten Extremisten, religiöse Anarchos: Sie suchen den Weg zur Erleuchtung im Brechen von Tabus. Aghori essen ihre Exkremente. Sie schlafen mit toten Frauen. Sie essen das Fleisch von Leichen. Sie trinken aus Menschenschädeln. http://www.focus.de/panorama/playboy-reportage/tid-5310/playboy-reportage_aid_50677.html Bericht über Aghori-Tradition http://www.youtube.com/watch?v=W0bGrvKVxac 7S E K T E N
Besonders gefährlich sind Sekten im Zusammenhang mit Gewaltaktionen in die Schlagzeilen. Besonders spektakuläre Beispiele sind:
Der größte Anschlag einer Sekte gegen Außenstehende in der modernen Zeit war das Giftgasattentat Ōmu Shinrikyōs in der U-Bahn von Tokio im Jahr 1995, bei dem zwölf Menschen starben und etwa 1000 verletzt wurden. http://de.wikipedia.org/wiki/Sekte DIE LISTE IST NICHT VOLLSTÄNDIG ! Einige Beispiele
Peoples-Temple Jim Jones (eigentlich James Warren Jones; * 13. Mai 1931 in Crete/Indiana, USA; † 18. November 1978 in Jonestown, Guyana), war der Gründer des Peoples Temple, der dadurch bekannt wurde, dass über 900 seiner Anhänger 1978 bei einem Massenselbstmord im Urwald von Guyana zu Tode kamen. Familie und KindheitJim Jones wuchs als Einzelkind in sehr ärmlichen Verhältnissen im Bauerndorf Lynn auf. Sein Vater war James Thurman Jones, ein Kriegsinvalide, der im Ersten Weltkrieg aufgrund eines Senfgasangriffes ein schweres Lungenleiden davontrug, welches ihn lebenslang arbeitsunfähig machte. Später trat er dem Ku-Klux-Klan bei. Seine Mutter Lynetta war Fabrik- und Gelegenheitsarbeiterin, die sich und ihre Familie von der kleinstädtischen Gemeinschaft abschottete. Prägend für sie war ein angeblicher Traum, in welchem ihre verstorbene Mutter prophezeite, dass sie einen Sohn gebären würde, der alles Unrecht der Welt zurechtrücken würde. Nach der Geburt ihres Sohnes war sie überzeugt davon, dass ihr Sohn ein Messias sein würde. Die übersteigerte Idealisierung durch seine Mutter und die gleichzeitige Vernachlässigung durch beide Elternteile war für Jim Jones' gesamte Kindheit prägend und ein wichtiges Fundament für seine Persönlichkeitsbildung. Nach einem Beinahe-Unglück mit einem Zug nahm ihn eine Nachbarin, Myrtle Kennedy, unter ihre Fittiche. Sie wurde für Jones zu einer Art Ersatzmutter und führte ihn in den fundamentalistischen Glauben der Kirche des Nazareners ein. Erstmals erfuhr er hier eine gefühlsmäßige Zuwendung, die Ordnung und Orientierung in sein bisherig weitgehend unstrukturiertes Leben bringen sollte. Er zeigte eine frühe Neigung zum Predigen, blieb aber dennoch immer ein Einzelgänger. Später fand Jim Jones seine Heimat bei der Pfingstbewegung, einer christlichen Strömung, die sich insbesondere auf das Wirken des Heiligen Geistes beruft. Anfang der 1950er-Jahre wurde er aus dieser Gemeinschaft ausgeschlossen. Anfang der 1940er-Jahre trennten sich seine Eltern und Jim zog mit seiner Mutter und deren neuem Lebensgefährten in die nahegelegene Stadt Richmond. Bereits während seiner Oberschuljahre Ende der 1940er-Jahre begann Jim Jones sich in ausdrücklicher Abgrenzung von seinem Vater für Rassengleichheit einzusetzen. Eine Universitätsausbildung brach er nach kurzer Zeit ab und begann eine Tätigkeit als Pfleger in einem Krankenhaus. Dort lernte er Marceline Baldwin, eine vier Jahre ältere Krankenschwester, kennen, die er 1949 heiratete. Ein damaliger Zimmernachbar sagte später, Marceline sei eine Art Mutterfigur für Jones gewesen. In dem charismatischen schwarzen Prediger Father Divine fand Jones um diese Zeit eine Vaterfigur, die ihm zum Vorbild wurde. Prediger und Religionsgründer1950 zogen Jones und seine Frau nach Indianapolis. Ohne richtig ausgebildet und geweiht zu sein, übernahm er dort nur 19-jährig eine Pfarrstelle in der methodistischen Gemeinde. Er vertrat dort liberale Ansichten über Bürgerrechte und engagierte sich aktiv für die Rassenintegration. Konservative innerhalb der Kirche reagierten darauf mit verbalen und anderen Angriffen - unter anderem wurden tote Tiere in die Kirche geworfen. Wegen dieser Anfeindungen gründete er am 4. April 1955 eine Sekte mit dem Namen Wings of Deliverance, die er ab 1956 Gemeinschafts-Einheits-Kirche (Assembly of God Church) nannte. 1956 eröffnet Jim Jones seine eigene Kirche, den Peoples Temple in Indianapolis. Dahinter stand sein Traum von einer vollkommenen Harmonie unter den Rassen innerhalb einer utopischen Gemeinschaft, ohne Hass und ohne Gewalt. Die Theologie des Peoples Temple war eine höchst eklektische. Die Pfingstbewegung wurde mit Elementen der Lehren von Karl Marx, Father Divine, Josef Stalin, Adolf Hitler, Mahatma Gandhi, Martin Luther King und Fidel Castro verbunden. Jim Jones sprach mit seinen Lehren, einer Mischung aus Sozialismus und christlichem Erlösungsglauben, vor allem Benachteiligte, Bedürftige und Desorientierte an. Seine Anschauungen über Rassenintegration untermauert er durch die Adoption von sieben Kindern unterschiedlicher Herkunft in seine Familie. Wegen seiner Gesichtszüge und seiner rabenschwarzen Haare entwickelt er später den Mythos, seine Mutter sei eine Indianerin gewesen. 1964 machte Jim Jones seinen Bakkalaureus und wurde offiziell zum Pfarrer der Methodistenkirche geweiht. 1961 wurde er vom Bürgermeister von Indianapolis zum Leiter der dortigen Menschenrechtskommission ernannt. Angriffe von Befürwortern der Segregation gegen ihn und seine Familie nahmen zu dieser Zeit, vor dem Hintergrund der Bürgerrechtsbewegung, zu; gleichzeitig wuchs Jones' Selbstidealisierung, und er erwartete von seinen Anhängern absolute Loyalität. Anlässlich eines längeren Aufenthalts in Südamerika, wo er seine Familie vor einem Atomkrieg in Sicherheit bringen wollte, hielt sich Jones 1963 erstmals kurz in Guayana auf. 1963 taufte Jones seine Kirche endgültig in Peoples Temple um und unternahm in der Folge Erweckungsreisen, auf denen er auch zunehmend seine angebliche Fähigkeit zum Gesundbeten praktizierte. 1965 zog er mit etwa 150 treuen Jüngern, darunter vielen Schwarzen, auf eine Farm in dem angeblich atombombensicheren Ort Redwood Valley in Kalifornien, 200 km nördlich von San Francisco. Innerhalb kurzer Zeit wuchs die Zahl seiner Anhänger dort auf das Doppelte. Durch soziale Aktivitäten gewann Jones in der Folge in San Francisco und Umgebung dermaßen an Einfluss, dass er 1967 zum Mitglied und Sprecher des Bezirksschwurgerichts (County Grand Jury) berufen wurde. Ende der 1960er-Jahre wurde seine Anhängerschaft auf bis zu 400 Personen geschätzt. In San Francisco gewann die Sekte nicht zuletzt dadurch Zulauf, dass sie in ihrem Zentrum im Fillmore-Bezirk, einem Ghetto der Stadt, kostenlose Gesundheitstests und Kinderbetreuung anbot. Seine Jünger rekrutieren sich überwiegend aus Outcasts der Gesellschaft, Unzufriedenen, Entwurzelten, Versehrten und Idealisten - aus Menschen, denen er aufgrund seiner eigenen Lebensgeschichte nahestand. Seine Gedanken und Reden kreisten zunehmend um das Thema Sexualität. Verwandte von Sektenmitgliedern erhoben um diese Zeit den Vorwurf, Jones würde weibliche Sektenmitglieder verführen und habe mehrere von ihnen geschwängert. Am 13. Dezember 1973 wurde er in Los Angeles vorübergehend inhaftiert, da er einen Undercover-Agenten der Polizei angeblich zu homosexuellen Handlungen in einem Park habe verleiten wollen.
. Jones beschloss, die USA zu verlassen und gründete in Guyana eine utopische Gemeinschaft, die er Jonestown nannte. Von Anfang an gab es Schwierigkeiten: Nahrungsmittel waren knapp, dafür herrschte ein strenges Arbeitsregime, Fieber- und Diarrhö-Epidemien brachen aus. Bewaffnete Wärter sorgten für eiserne Disziplin. "Straftäter" wurden in Käfige gesperrt oder mit Elektroschocks traktiert, potenzielle Deserteure stellte man mit Drogen ruhig. Trotzdem Entkommene berichteten von schweren Misshandlungen. Eltern mussten ihre Kinder Jones übergeben, der von allen als "Dad" oder "Father" angeredet wurde. Regelmäßig übt Jim Jones mit seinen Anhängern den Massenselbstmord, testet damit ihre Treue. In den sogenannten Weißen Nächten trinken sie vermeintlich vergiftete Limonade.
Im November 1978 besuchte der Kongressabgeordnete Leo J. Ryan mit einer Gruppe Jonestown, um Verbrechen zu untersuchen. Jones versuchte alles, um die Besucher zu behindern und den Eindruck zu erwecken, es sei alles in Ordnung. Dies misslang. 16 Gemeindemitglieder baten Ryan beim Abschied, sie mitzunehmen. Fanatische Jones-Anhänger griffen das startbereite Flugzeug an, töteten Ryan, drei Journalisten, einen Kameramann und drei Abtrünnige und verletzten 11 weitere Menschen zum teil schwer.
Jones wusste, was kommen würde, und brachte den zum Albtraum gewordenen Traum mit einem Massenmord bzw. Massenselbstmord zu Ende. Per Lautsprecher wurden die Bewohner zusammengerufen. In Pappbechern wurde mit Valium und Cyankali vermischter Saft an alle ausgeteilt. Als Erste wurden die Babys und Kinder ermordet, denen der tödliche Cocktail mit Spritzen eingeflößt wurde. Dann waren die Jugendlichen und Erwachsenen an der Reihe. Viele Eltern tranken das Gift, nachdem sie ihre Kinder hatten sterben sehen. Einige versuchten zu fliehen, die meisten wurden von den Wachen erschossen, nur wenige entkamen. Jones starb durch einem Kopfschuss. Ob er Selbstmord beging, ist unbekannt. Insgesamt kamen 913 der 1110 Mitglieder, darunter 276 Kinder, ums Leben. Jonestown wurde Mitte der 1980er von einem Feuer zerstört.
http://de.wikipedia.org/wiki/Jonestown http://de.wikipedia.org/wiki/Jim_Jones
DavidianerDie Davidianer, im Englischen Branch Davidians genannt, sind eine Sekte, die sich 1955 von den Davidianischen Siebenten-Tags-Adventisten abgespalten hat, bei welchen es sich wiederum um ehemalige Mitglieder der Siebenten-Tags-Adventisten handelt, die in den 1930ern exkommuniziert wurden. Seit ihrer Gründung in den 1930ern setzte die sich ursprünglich „Shepherd's Rod“ (Hirtenstab) nennende Gruppe den Apokalypsen-Gedanken der Adventisten fort, wonach diese glauben, in einer Zeit zu leben, in der die christlichen Prophezeiungen eines Jüngsten Gerichtes zum Tragen kommen. Die Davidianer sind vor allem bekannt durch die Belagerung ihres Mount Carmel Centers in der Nähe von Waco, Texas durch das Bureau of Alcohol, Tobacco and Firearms (ATF) und das FBI im Jahre 1993, bei welchem 82 Kirchenmitglieder zu Tode kamen, inklusive der Hauptfigur David Koresh. Anzumerken ist jedoch, dass zur Zeit der Belagerung Koresh seine Anhänger angehalten hatte, sich nicht als „Davidianer“, sondern als „Studenten der sieben Siegel“ zu verstehen, und andere davidianische Gruppen erkannten seine Führung nie an.
GeschichteGründungIm Jahre 1929 behauptete Victor Houteff, ein bulgarischer Immigrant, er habe eine neue Botschaft für die Siebenten-Tags-Adventisten. Diese lieferte er in Form eines Buches namens The Shepherd's Rod (Der Hirtenstab). Seine Aussagen wurden nicht akzeptiert und von der Führung als spalterisch angesehen, da er sich zu Entwicklungen äußerte, die er als Abdriften von den grundlegenden Lehren und Standards der Kirche ansah. Darum wurden er und seine Anhänger von der Kirche exkommuniziert. 1935 richtete Houteff sein Hauptquartier außerhalb Wacos ein. Bis 1942 war seine Bewegung als der „Shepherd's Rod“ bekannt, doch als Houteff eine formelle Vereinsgründung für notwendig erachtete, damit Mitglieder als Kriegsdienstverweigerer anerkannt werden konnten, benannte er seine Gruppe in „Davidianische Siebenten-Tags-Adventisten“ um. Der Ausdruck „davidianisch“ verweist dabei auf die Wiedererrichtung des Königreichs Davids. Houteff wies die Davidianer an, ausschließlich Adventisten zu evangelisieren. Nach Houteffs Tode im Jahre 1955 bildete eine Abspaltung seiner Bewegung die „Branch Davidian Seventh Day Adventists“, ursprünglich geführt von Benjamin L. Roden. „Branch“ (Ast, Zweig) verweist dabei auf den neuen Namen Christi. Die Gruppe richtete außerhalb Wacos eine Siedlung ein, auf dem Gelände, das zuvor die anderen Davidianer benutzt hatten. Im Jahre 1977 behauptete Benjamin Roden's Ehefrau Lois, ebenfalls eine Botschaft empfangen zu haben, die unter anderem beinhaltete, dass der heilige Geist weiblich sei, was zu großen Auseinandersetzungen in der Gruppe führte. Als Ben Roden im darauf folgenden Jahr starb, versuchte ihr Sohn George die Leitung zu übernehmen, indem er behauptete, er sei der rechtmäßige Prophet der Gruppe. Lois jedoch bekämpfte erfolgreich diesen Versuch. Spaltung der GruppeIm Jahre 1981 trat Vernon Wayne Howell, der sich später in David Koresh umbenannte, der Gruppe als reguläres Mitglied bei. Im September 1983 erlaubte ihm Lois Roden, damit anzufangen, seine eigene Botschaft zu lehren, und öffnete so die Tür für ihn, eine eigene Anhängerschaft aufzubauen, bevor sich die Gruppe Anfang 1984 teilte. Lois erfuhr ebenfalls Ablehnung vom Kanadier Charles Pace. 1984 zur Pessach-Zeit gab es auf Mount Carmel eine Generalversammlung aller Branch Davidians, mit dem Ergebnis, dass sich die Gruppe in mehrere kleinere zerteilte, von denen die eine Howell treu war. Zu dieser Zeit zwang George Roden Howell, und später auch Pace, das Gelände zu verlassen. Howell ging mit seinen Anhängern nach Palestine, Texas, während Pace nach Gadsden, Alabama ging. Als jedoch um 1988 George Roden die Unterstützung ausgegangen war und er wegen Missachtung des Gerichts im Gefängnis saß, übernahm Howell in seiner Abwesenheit das strittige Land. Inzwischen war 1986 Lois Roden gestorben, und ihrem Testament zufolge sollte Teresa Moore zusammen mit Irmine Sampson ihr Werk fortsetzen. 1990 schließlich änderte Howell seinen Namen in David Koresh als Anspielung auf den biblischen König David und dem persischen König Kourosh. Koresh konzentrierte seine Lehre auf die in der Offenbarung des Johannes erwähnten sieben Siegel, sowie seine eigene Fähigkeit als das Lamm, diese zu öffnen. Koresh untermauerte seinen Glauben mit detaillierten Bibelauslegungen und benutzte dabei das Buch der Offenbarung als eine Art Brille, durch welche er die ganze Bibel betrachtete. Die Waco-BelagerungNach Berichten über den sexueller Missbrauch von Kindern durch Koresh und dem Besitz illegaler Waffen begannen die Behörden mit Ermittlungen. Am 28. Februar 1993 versuchte das Bureau of Alcohol, Tobacco and Firearms (ATF) eine Durchsuchung des Mount Carmel, dem Hauptquartier der Davidianer, durchzuführen. Die Davidianer eröffneten daraufhin das Feuer und in dem folgenden Schusswechsel starben vier ATF-Agenten und sechs Davidianer. Im Anschluss an diese Konfrontation belagerte das FBI Mount Carmel 51 Tage lang. Am 19. April wurde ein Versuch des FBIs unternommen, mit unbewaffneten Pionierpanzern CS-Gas in den Gebäudekomplex zu leiten. Daraufhin zündeten die Davidianer das Gebäude an, obwohl sie über Lautsprecherdurchsagen über das Vorgehen des FBIs informiert wurden, dass kein Sturm auf das Gebäude stattfände. Einige Mitglieder, darunter auch David Koresh, erschossen sich selbst. Bei dem Brand und durch Selbstmord starben 76 Davidianer. Lediglich 9 Davidianer überlebten den Brand. Wegen der Gefahr, dass Rettungs- und Feuerwehrkräfte von den immer noch schwer bewaffneten Davidianern beschossen würden, hielt das FBI die Feuerwehrfahrzeuge zurück. Durch die Pionierpanzer wurden aber ausreichend große Löcher in das Gebäude gerissen, durch die die Davidianer hätten entkommen können. Die Erstürmung wurde live von mehreren amerikanischen Fernsehsendern übertragen und fand weltweites Interesse. Verschwörungstheoretiker zweifeln die Darstellung der US-Regierung über die Ereignisse an und behaupten, dass das FBI das Feuer gelegt hätte. Besonders die Ultra-Rechte wurde durch den Vorfall beeinflusst. So gab Timothy McVeigh die Belagerung des Komplexes als Motivation für den Anschlag in Oklahoma City an. Die Regierung führte von sich aus eine Untersuchung durch und startete dazu eine spezielle Anfrage vor dem Danforth-Ausschuss. Während der offiziellen Zeugenaussage verneinte das FBI den Gebrauch oder sogar Zugang zu pyrotechnischen Vorrichtungen jeglicher Art. Der Danforth-Ausschuss gab einen Report heraus, welchem zufolge das Feuer im Inneren des Gebäudes von Davidianern gelegt wurde. Im Jahre 1999 jedoch musste das FBI zugeben, dass die Zeugenaussage vor dem Danforth-Ausschuss falsch war. Das FBI gibt inzwischen zu, dass am Tag des Feuers pyrotechnische Flite-Rite-Granaten eingesetzt wurden (dabei handelt es sich um CS-Gas-Granaten, die das Gas durch einen Verbrennungsprozess freisetzen); der genaue Zeitpunkt ist hingegen noch offen. Dass das FBI zugibt, falsch ausgesagt zu haben, stellt für Kritiker auch die Gültigkeit der Schlussfolgerungen des Ausschusses in Frage. Eine neue Untersuchung hat die Regierung bisher nicht veranlasst. Neun Davidianer wurden verurteilt unter anderem wegen Totschlags (Voluntary Manslaughter), der Verwendung einer Waffe während eines Verbrechens und Besitzes illegaler Waffen. LandstreitDer Tod eines Großteils von Koreshs Gruppe gab anderen die Gelegenheit, das Eigentum jener am Mount-Carmel-Anwesen anzuzweifeln. Innerhalb einiger Monate zog Amo Bishop Roden, George Rodens einstige Frau, auf das Grundstück und begann damit, es allein zu bewohnen. Charles Pace, der eine von Koresh unabhängige Gruppe leitet, zog 1995 ebenfalls auf das Grundstück und schloss sich dem Landstreit an. Die meisten Überlebenden und Unterstützer betrachten Clive Doyle als rechtmäßigen Verwalter der Organisation und des Landes. Renos Avraam, einer der inhaftierten Davidianer, hat verlautbart, er empfange ein neues, prophetisches Licht als das „auserwählte Gefäß der verbliebenen Braut“. Die meisten Überlebenden verschmähen allerdings seine Partei des „versteckten Mannas“. 1996 entschied ein Gericht, dass das Land der Branch Davidian Seventh Day Adventist Church gehöre. Jedoch hat sich das Gericht bis auf den heutigen Tag geweigert zu entscheiden, aus wem genau „die Kirche“ bestehe. Ebenfalls im Jahre 1996 strengten Koreshs verbliebene Anhänger ein Gerichtsverfahren an, um das Land auf der Basis von Adverse Possession zugesprochen zu bekommen. Dies setzt jedoch voraus, dass die Ansprüche gegen diejenige Partei geltend gemacht werden, die derzeit das Anrecht auf das Grundstück hat. Hierbei bezeichneten sich aber die Anhänger Koreshs einerseits selbst und im Widerspruch dazu andererseits die Gegenseite jeweils als „Verwalter der Kirche“. Ein weiterer Branch-Davidian-Führer, Doug Mitchell, der ebenfalls nichts mit Koresh zu tun hat, schloss sich dem Verfahren 1998 an. Mitchell behauptet, dass als Koresh 1998 Mount Carmel verlassen hat, er den Namen „Davidian Branch Davidian Seventh Day Adventist“ für seine Anhänger übernommen habe, und die damals die Kirche „Verlassenden“, d.h. Koreshs Gruppe, ihren Anspruch verwirkt hätten, wahre Branch Davidians zu sein. Während des Vorverfahrens wurden die Versuche Mitchells, eine Verfügung gegen Koreshs restliche Nachfolger zu erreichen, ihnen die Nutzung des Namens und des Eigentums der Kirche zu untersagen, wegen „fehlender rechtlicher Grundlage“ abgewiesen. Richter Alan Mayfield meinte, dass die Materie Kirchenangelegenheiten berühre, die das Gericht nicht mit rechtlichen Mitteln entscheiden könne. Am Tag vor der Verhandlung ließen die Überlebenden ihren Anspruch auf Adverse Possession fallen und forderten nunmehr nur noch ein, als die Verwalter der Kirche angesehen zu werden. Doug Mitchells Anspruch, der rechtmäßige Verwalter der Kirche zu sein, wurde nicht zur Verhandlung zugelassen, als das Gericht über die Ansprüche von den Überlebenden und Amo Roden verhandelte, jedoch wurde ihm gewährt, sich gegen die Ansprüche der anderen zu verteidigen. Im Jahre 2000 entschied schließlich ein Gericht zu Ungunsten sowohl der Überlebenden als auch Amo Rodens. Andererseits verblieben diese weiterhin auf dem Gelände, gemeinsam mit Charles Pace. Aufgrund der Verhaltensweise der Regierung bei der Auseinandersetzung 1993 haben die Überlebenden der Koresh-Gruppe viel Sympathie und Unterstützung von verschiedensten Menschen und Gruppen aus der ganzen Welt erhalten, die der Meinung waren, das Vorgehen der Regierung sei verkehrt gewesen. Diese Unterstützung ermöglichte ihnen, weiterhin ihre Identität und ihre Grundstücksansprüche aufrecht zu erhalten, zum Nachteil derjenigen Branch Davidian Seventh Day Adventists, die gegen Koresh waren. Die Gegner können das Gelände nicht rechtmäßig nutzen, ohne dabei mit den Überlebenden in Konflikt zu geraten oder mit anderen, die ihren Ansprüchen ablehnend oder gleichgültig gegenüberstehen. Auch leiden sie unter dem schlechten Ruf, den Koresh und seine Anhänger über den Namen der Branch Davidians gebracht haben. Eine neue Kapelle wurde von den Überlebenden und ihren Unterstützern in der Nähe des ursprünglichen Komplexes gebaut. Die Ruinen des alten Gebäudes, einschließlich des Tornado-Schutzraumes und des unvollendeten Schwimmbeckens können von Besuchern besichtigt werden. Dort gibt es auch diverse Denkmäler für die Opfer – sowohl die der Davidianer als auch der Federal Agents, die dort umkamen. Gedenkbäume mit Namenstafeln jedes einzelnen Davidianer, der verschied, wurden auf dem Gelände gepflanzt. Und auch für die Opfer des Oklahoma City Bombings wurde auf Mount Carmel ein Denkmal errichtet. HeuteEtwa 50 bis 70 Menschen haben am 19. April 2005 den alljährlichen Gedenkgottesdienst besucht. Zu dieser Zeit lebte der Überlebende Clive Doyle auf Mount Carmel zusammen mit Unterstützer Ron Goins, führte ein kleines Besuchermuseum und hielt wöchentliche Bibelstunden am Sabbath. Charles Pace und seine Familie lebten ebenfalls auf dem Gelände und hielten Gottesdienste ab. Die Beziehungen begannen jedoch zu bröckeln. Im August hielt Pace für seine Anhänger einen Taufgottesdienst auf Mount Carmel, dem sich Goins anschloss. Hierdurch wurde Doyle zum einzigen Koresh-Anhänger auf dem Gelände, und kam, wie er sagt, unter zunehmenden Druck, entweder zu konvertieren oder zu gehen. Im Februar 2006 entschied er sich schließlich, in die Stadt zu ziehen und leerte ebenfalls das Besuchermuseum. Hierdurch erhielt Paces Gruppe die alleinige Kontrolle über Mount Carmel. Pace hatte die Pflanzung der Gedenkbaumreihe von Anfang an als „Heidenbrauch“ abgelehnt. Seine Gruppe hat daher inzwischen David Koreshs Baum abgehackt und seine steinerne Namenstafel vernichtet, um auszuschließen, dass diese für Götzendienst verwendet würde. Ebenfalls entfernten sie auch die Tafeln von den anderen Bäumen und planen, die Steine in ihr eigenes Toten-Denkmal zu integrieren. Pace, der ein Naturheildoktor ist, plant außerdem, Doyles ehemaliges Haus in ein Wellnesscenter und das Besuchermuseum in ein Geschäft für gesunde Ernährung und Heilpflanzen umzuwandeln. Sonnentempler
Die Sonnentempler waren eine in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts international aktive Organisation, von der mehr als 70 Mitglieder in drei Massakern starben.
NamensvariantenAls Namensvarianten waren Sonnentempler, Ordre du Temple Solaire - O.T.S. und Goldtempel-Orden in Gebrauch. GeschichtePhase 1: Gründung, KonsolidierungDie Angaben zur Entstehung des Sonnentempler-Ordens sind unterschiedlich:
Anfangs traf man sich zu kulturellen Anlässen und spirituellen Vorträgen. Der O.T.S. soll in dieser Phase eine Zahl von 800 Mitgliedern vor allem in Frankreich und der französischen Schweiz erreicht haben. O.T.S. berief sich auf den 1119 gegründeten Templerorden. 1314 wurden 54 Templer in Frankreich unter König Philipp dem Schönen als Ketzer verbrannt. Ideale sind Treue, Gehorsam und strikte Geheimhaltung. Die Sonnentempler blieben unauffällig und wurden in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen. Phase 2Zwischen 1979 und 1981 begegneten sich Luc Jouret und Joseph Di Mambro, die sich als Wiedergeburt Osiris, Moses und eines mittelalterlichen Rittermönches darstellten. Das Duo übernahm die Macht im O.T.S. Jouret entfaltete eine rege Vortragstätigkeit, meist zu Gesundheitsthemen. Er trat als Heiler auf, der nach Erfolg Dankbarkeit einforderte. Di Mambro wirkte als der geheimnisvolle Großmeister mit magischen Fähigkeiten, der das Schwert Excalibur führte bzw. durch ein anderes mittelalterliches Ritterschwert kosmische Kräfte leitete. Beide trieben einen umfangreichen Handel mit internationalen Immobilien, die oft teuer gekauft und unter Wert verkauft wurden. Der Orden weitete seine Tätigkeit aus, vor allem in Frankreich, der Schweiz und Kanada, aber auch in Belgien, Luxemburg und Australien. 1994 gab es noch 576 Mitglieder. Diese stammten in der Regel aus guten Kreisen, waren Ärzte, Techniker oder Künstler, zumeist äußerst wohlhabend. Der Regelbeitrag betrug wöchentlich 200 Franken. Es galt die Devise, je reicher und spendenfreudiger, desto höher der Rang in der Ordenshierarchie, die absolutistisch von Di Mambro und Jouret beherrscht wurde. Wer weniger zahlen konnte, brachte mehr Arbeitsleistung ein. Di Mambro regelte das Sozialleben aller Mitglieder. Die meisten gingen weiter ihrem Beruf nach. Viele Sonnentempler taten sich zu Wohngemeinschaften in meist exklusiven Villen und Landgütern zusammen. Man pflegte vier bis fünf Andachten mit Meditationen pro Tag, sonntags oft bis zu acht Stunden pro Treffen. Der Arbeitstag weniger privilegierter Mitglieder begann morgens um 4 Uhr, die Arbeitskraft wurde umfangreich ausgebeutet. Vermögende Leute wurden zu Geldspenden veranlasst, bis zum Ruin. Di Mambro trennte Ehepaare und Familien nach Gutdünken und arrangierte neue Ehen. Die Lehren der Sonnentempler wurden von Jouret und Di Mambro ausgebaut zu einer Mischung von mittelalterlichem Mysterienglauben, Gralschristentum, Astrologie, New Age, Wiedergeburtsanschauungen und Naturreligion. Jedes Mitglied wurde als Reinkarnation einer historischen oder legendären Persönlichkeit definiert, die eine alte Schuld abtragen muss oder eine Funktion für die weitere Heilsgeschichte hat. Die Angst vor Unreinheit wurde geschürt, zahlreiche Waschungen waren Pflicht, man musste sich gegen Erdstrahlen und sonstige Strahlungen schützen, Nahrungstabus beachten. Die apokalyptische Orientierung wurde verstärkt, je näher das Millennium kam, hundert Familien wurden als ausreichend angesehen, um in besonderen Enklaven (Landgütern in Frankreich, Kanada oder Mauritius) den erwarteten Weltuntergang zu überstehen. Di Mambro hatte mit einer Geliebten eine Tochter namens Emanuelle, die als kosmisches Kind zum Avatar/Messias erzogen wurde. Sie wuchs völlig isoliert auf, niemand außer dem Kindermädchen durfte auch nur in ihre Nähe kommen. Als ihr Antipode wurde ein kleiner Junge betrachtet, der als Antichrist galt. Phase 3: Eskalation und offizielle ReaktionenGegen Di Mambro liefen Ermittlungen wegen Betrugs, gegen Jouret wegen Waffenhandels. Die Strategie, den Weltuntergang zu überstehen, wurde geändert. Di Mambro und Jouret lehrten seit langem: Der Tod existiert nicht, er ist nur eine Illusion. 1994 eskalierte die Lehre in der Absicht, nach einem kollektiven Tod im System des Sirius wiedergeboren zu werden und eine neue Menschheit zu begründen. 1994, 1995 und 1997 kamen viele Sonnentempler ums Leben, teils betäubt und erschossen, teils vergiftet, teils durch eigene Hand. Es handelte sich juristisch um Mord, Tötung auf Verlangen und Selbstmord. 5. Oktober 1994: In Cheiry bei Fribourg/Schweiz und in Granges-sur-Salvan wurden 53 Tote gefunden, Di Mambro und Jouret eingeschlossen. Im kanadischen Morin Heights wurden fünf Leichen gefunden: Joel Eggers, 35, ein Schweizer Ex-Junkie, der für O.T.S. auf einem Landgut arbeitete und Dominique Bellaton, 36, Besitzerin eines Reisebüros gelten als Mörder Antoine Dutois (35), seiner Frau Nicky (30) und des Sohnes Christoph Emanuel (drei Monate). In der Schweiz, Frankreich und Kanada begannen Untersuchungen. Zahlreiche Sonnentempler, darunter Patrick Vuarnet, wurden verhaftet und wieder freigelassen. Das ehemalige Mitglied Thierry Huguenin warnte vor weiteren Massakern bei den Sonnentemplern. 23. Dezember 1995: Im Vercors-Massiv zwischen Grenoble und dem Fluss Drome fand man 16 verkohlte Leichen, die sternförmig bzw. wie Speichen eines Rades um ein Feuer angeordnet waren, zwei weitere Leichen lagen etwas entfernt. Als Todesdatum wurde die Nacht vom 15. auf den 16. Dezember angegeben. Zunächst wurden zwei vermisste Polizisten verdächtigt, die Sonnentempler hingerichtet zu haben. Ein Polizist, Jean-Pierre Lardanchet, und seine beiden Töchter befanden sich unter den 16 Toten. Der Schweizer Untersuchungsrichter André Piller, der seit 1994 ermittelte, sagte: „Nichts, absolut nichts deutete darauf hin, dass Sektenmiglieder, die ich verhört hatte, die Fackel aufnehmen und ein neues Massaker veranstalten würden.“ Ein Untersuchungsausschuss der französischen Nationalversammlung, angeregt durch das Sonnentempler-Massaker, veröffentlichte am 10. Januar 1996 einen Bericht zu so genannten Sekten in Frankreich, demzufolge es 180 „sektenartige“ Organisationen mit 1.200 Gruppen und 170.000 bis 700.000 Anhängern gab. Während Frankreich eine intensivere Kontrolle plante, diskutierte man in der Schweiz, ob die gesetzlich geschützte Religionsfreiheit (Normen gegen den Rassismus) modifiziert werden muss. Bernadette Bonvin-Massy, die dem Kantonsparlament Wallis angehört, forderte eine Untersuchung der „Sekten-Tätigkeiten“ in Wallis und Gesetzesreformen. Hugo Stamm erklärte die Schweiz zum „Sektenpfuhl Europas“, wo man sich aus Angst vor dem Vorwurf der Intoleranz weigere, hinter die Kulissen zu schauen. März 1997: In Saint-Casimir (Québec/Kanada) wurden fünf Tote gefunden. Drei Jugendliche, die man unter Drogen gesetzt hatte, überlebten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Sonnentempler 8Aum-SekteAum-Sekte, militante japanische Sekte, die 1995 mehrere Giftgasanschläge in japanischen Großstädten verübte.Shōkō Asahara (eigentlich Chizuo Matsumoto), der Guru und Gründer der Aum-Sekte, betätigte sich zunächst als Heilmittelhändler, Akupunkteur und Yoga-Lehrer, ehe er 1987 die Aum-Shinri-Kyo-Sekte (japanisch: höchste Wahrheit) ins Leben rief. Sie fand raschen Zulauf und zählte in Japan bald etwa 10 000, in Russland bis zu 25 000 Anhänger, die ihr bürgerliches Leben aufgaben, ihr gesamtes Vermögen dem Führer vermachten und sich zu absolutem Gehorsam verpflichteten. Die Aum-Sekte gehörte zu den reichsten religiösen Gemeinschaften Japans. Ihre Mitglieder glaubten an eine von Shōkō Asahara prophezeite Katastrophe, die 1997 in Japan beginnen und sich über die ganze Erde hätte ausbreiten sollen. Gemäß der Prophezeiung hätten lediglich 20 Prozent der Menschheit, darunter die Aum-Jünger, die Apokalypse überleben und in eine neue, bessere Welt gelangen sollen. In diesem Sinne plante Asahara, einen eigenen Staat innerhalb Japans zu errichten, und gliederte die Sekte regierungsanalog in verschiedene Ressorts, denen er selbst als göttlicher Kaiser vorstand. Auch ein Aufruf des Gurus zum Massenselbstmord seiner Bewunderer, der indes ungehört verhallte, deutete auf die Endzeiterwartung der Bewegung hin. Am 20. März 1995 verübten Sektenmitglieder schließlich in verschiedenen U-Bahn-Linien von Tokyo Anschläge mit dem Giftgas Sarin, die zwölf Tote und etwa 5 500 Verletzte forderten. Bei einem weiteren Attentat am 19. April desselben Jahres im Hauptbahnhof von Yokohama mussten sich 300 Menschen in ärztliche Behandlung begeben. Eine Durchsuchung des Aum-Hauptsitzes in Kamikuishiki förderte große Mengen giftiger Chemikalien zutage. Shōkō Asahara tauchte zunächst unter, wurde jedoch am 16. Mai 1995 verhaftet und gemeinsam mit neun führenden Aum-Jüngern unter Mordanklage gestellt. Auf höchstrichterliches Urteil im Februar 1996 musste sich die Sekte auflösen. Die unabhängige japanische Sicherheitskommission hob dieses Verbot jedoch Anfang 1997 auf, da die Sekte nach der Verhaftung fast aller ihrer Führer keine Bedrohung mehr für die Gesellschaft darstelle. Das 1999 aus der Haft entlassene Führungsmitglied Fumihiro Joyu setzte sich in der Folge an die Spitze der Bewegung und benannte sie 2000 in Aleph um. Asahara wurde im Februar 2004 zum Tode verurteilt; die Todesstrafe wurde jedoch nicht vollstreckt, nachdem Asaharas Rechtsanwälte dagegen Berufung eingelegt hatten. Nach dem Anschlag wurden folgende zwölf Aum-Mitglieder zum Tode verurteilt (alle haben Berufung eingelegt):
Die Lord’s Resistance Army Die Lord’s Resistance Army (LRA, „Widerstandsarmee des Herrn"), gegründet 1987, kämpft als paramilitärische Widerstandsbewegung unter der Führung von Joseph Kony im Norden Ugandas gegen die Regierung des seit 1986 regierenden Yoweri Museveni und für die Errichtung eines Gottesstaates. Ihre religiösen Vorstellungen basieren auf der Bibel, enthalten jedoch auch stammesreligiöse Elemente sowie Bräuche, die möglicherweise dem Islam entlehnt sind. Dabei geht die Lord’s Resistance Army mit solcher Brutalität vor, dass Jan Egeland, Vizegeneralsekretär für Humanitäre Angelegenheiten und Koordinator für Nothilfe (OCHA) der UNO, sie Anfang 2005 als die „wohl brutalste Rebellengruppe der Welt" bezeichnete. Mitglieder der LRA plündern, morden, foltern und vergewaltigen praktisch wahllos in den nördlichen Regionen Ugandas. Kinder werden entführt, um sie teils als Kindersoldaten, teils als Sex_Sklaven zu missbrauchen. Der deutsche Film Lost Children (2005) dokumentiert das Leid dieser Kinder in eindrücklicher Weise. Seit 1986/1987 töteten Angehörige der LRA Schätzungen zufolge mehr als 100.000 Menschen. Als Basis dient der LRA der Süden Sudans, weshalb die ugandische Regierung den Sudan beschuldigte, die Rebellen zu unterstützen. Uganda selbst unterstützt die im Sudan operierende Sudan People’s Liberation Army SPLA, die gegen die Regierung des Sudans kämpft. Im Dezember 2003 entschied sich Uganda, diesen Fall als ersten in der Geschichte vor den Internationalen Strafgerichtshof (ICC) in Den Haag zu bringen. Im Juni 2005 wurden von Luis Moreno_Ocampo, Chefankläger des ICC, Haftbefehle gegen Joseph Kony und einen weiteren Anführer der LRA erlassen. Die Schweizerische Stiftung für Minenräumung (FSD) hat am 31. Oktober 2005 zwei Mitarbeiter in der Nähe von Dschuba im Südsudan verloren. Die beiden Minenräumer _ ein irakischer Supervisor und ein sudanesischer Minenräumer _ wurden von der LRA überfallen und erschossen, als sie von einem Minenfeld zurück nach Juba fuhren. Die Schweizerische Stiftung für Minenräumung hat daraufhin die humanitäre Minenräumung für zwei Monate eingestellt Im August 2006 wurde eine Waffenruhe mit der Regierung vereinbart, um Friedensverhandlungen zu beginnen. Ende September sind diese Friedensverhandlungen vorläufig geplatzt , am 04. Oktober erklärte die RegierungUgandas die Waffenruhe für beendet. http://de.wikipedia.org/wiki/Lord%E2%80%99s_Resistance_Army
Mormonen Am 14. Februar 1835 predigte Joseph Smith, der Gründer der Mormonen, auf einer Versammlung:
Gerechtfertigter Rassismus im Namen Gottes Hier einige Zitate von namhaften Generalautoritäten der Mormonen Mark E. Petersen - Schwarze sollen unter sich bleiben Bruce R. McConkie - Schwarze waren in der Präexistenz nicht tapfer Bruce R. McConkie - Kain ist der Vater der Neger Bruce R. McConkie - Neger stehen spirituell mit anderen nicht gleich Brigham Young - Schwarze haben Mangel an Intelligenz Brigham Young - Bürgerkrieg wird Schwarze nicht befreien Bruce R. McConkie - Widerspricht Neuem Testament Brigham Young - Schwarze werden Priestertum erst nach der Auferstehung empfangen Oliver Cowdery - Indianer haben keine Intelligenz Brigham Young - Rote Menschen werden weiß und schön Spencer W. Kimball - Rote Menschen werden weiß und schön Mark E. Peterson - Neger suchen die Vermischung mit der weißen Rassen Brigham Young - Bei Vermischung der Rassen wird Priestertum genommen Brigham Young - Bei Vermischung der Rassen kommt der Tod auf die Weißen B.H. Roberts (William Benjamin Smith) - Vermischung korrupiert und degradiert Südstaatler Mark E. Peterson - Nicht ein Tropfen schwarzes Blut Der Mormone Maik am 29. November 2004 im Forum Satanismus (
Also überdenken muss ich gar nichts.
Ab Weihnachten 1951 verkündete Bischoff in Gießen, dass er der letzte Stammapostel sei. Jesus werde zu seinen Lebzeiten wieder kommen. Wörtlich hieß es: „... Tag und Stunde, wann der Herr kommt, wissen wir nicht. Aber ich persönlich bin überzeugt, dass die Zubereitung des königlichen Priestertums in der Zeit erfolgt, in der ich noch vorhanden bin, ... Das Zeichen hierfür besteht darin, daß der Herr zu meiner Zeit in Erscheinung tritt und Abschluss seines Werkes macht... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. So steht es im Ratschluß unseres Gottes, so ist es festgelegt, und so wird es der Herr bestätigen!“ Am 6. Juli 1960 stirbt Bischoff in Karlsruhe.
Dass Bischoff sich mit seiner „Botschaft“ geirrt oder fehlinterpretiert haben könnte, wird auch von der derzeitigen neuapostolischen Kirchenführung als unmöglich betrachtet. Offiziell Haltung der NAK ist, dass es den Gläubigen bis heute noch verborgen geblieben ist, warum sich die Prophetie sich nachweislich nicht erfüllte.
Bischoff wurde 1930 zum Stammapostel berufen und begann ab 1933 gute Beziehungen zum nationalsozialistischen Regime aufzubauen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Gottfried_Bischoff
http://de.wikipedia.org/wiki/Neuapostolische_Kirche
Beitrag von Marianne vom 12.April 2000 Ich denke nicht. Ich bin ein Zeugen Jehovas, und meine Aufgabe ist den willen Jehovas bekannt zu machen.
ICH SEHE MICH NICHT IN DER LAGE ÜBER ALLE SEKTEN ZU SCHREIBEN USW:USW:Hilfe für Sektenaussteigerhttp://www.sektenausstieg.net/index.php9Hexerei in Afrika heute
Welt Online, 27.10.2008
Ostafrika: Mörderbanden machen Jagd auf Albinos Mindestens 26 Albinos sind allein in Tansania im Laufe der vergangenen zwölf Monate getötet worden. Die meisten von ihnen waren Frauen oder Kinder. Selbsternannte Hexer kaufen Leichenteile, Blut und Organe und mixen daraus angebliche Zaubertränke, die vor allem eines bringen sollen: Reichtum. Das vorerst letzte Opfer des Aberglaubens war erst zehn Jahre alt. Die kleine Esther Charles wurde vor wenigen Tagen in ihrem Dorf Shilela im Westen von Tansania getötet, dann zerhackten die Mörder ihren Körper und verkauften die Teile. Esther war ein Albino-Mädchen, durch einen Gendefekt fehlte ihr das Pigment Melanin. Sie hatte weiße Haut, weißes Haar und empfindliche rote Augen. Genau das wurde ihr zum Verhängnis. Im ostafrikanischen Tansania gelten Albinos als Glücksbringer und Vorboten des Wohlstands. In jüngster Zeit häufen sich die Berichte über regelrechte Menschenjagden: Mörderbanden schlachten Albinos ab, selbsternannte Hexer kaufen Leichenteile, Blut und Organe und mixen ihren Kunden daraus angebliche Zaubertränke, die vor allem eines bringen sollen: Reichtum. Unter den rund 150.000 Albinos im Land herrscht Panik. „Ich kenne einen Fall, da hat sich eine Frau mehr als drei Monate versteckt, nachdem ihre Schwester ermordet worden ist“, sagt Ernest Kimaya, Vorsitzender der Tansanischen Albino-Gesellschaft (TAS). Mindestens 26 Albinos sind allein in Tansania im Laufe der vergangenen zwölf Monate getötet worden. Die meisten von ihnen waren Frauen oder Kinder. Im vergangenen Jahr hatte die Polizei bereits mehrfach von Grabschändungen berichtet. Die Räuber hatten Leichen von Kindern ausgegraben, um Genitalien, Augen oder andere Organe herauszuschneiden. Mittlerweile hat sich der Horror rund um das Hexengeschäft auch auf Tansanias Nachbarländer ausbreitet. In der Demokratischen Republik Kongo, in der der Aberglaube blüht, herrscht große Nachfrage nach Albino-Haut. Auch in Kenia und Burundi verschärften die Behörden ihre Sicherheitsmaßnahmen, weil sich dort die Morde an Albinos häufen. Dem 19-jährigen Richard Ciza saß der Tod schon im Nacken. „Die Menschen sagen, dass Körperteile von Albinos in Tansania über Goldminen abgelegt werden, damit das Gold an die Oberfläche gelangt“, sagt der junge Burunder, und dabei steigt ihm die Angst in die Augen. „Manchmal benutzen Fischer die Teile auch als Köder, weil sie glauben, dass die damit gefangenen Fische Gold im Bauch haben.“ Richard steht unter Schock. Es ist erst wenige Tage her, dass der 19-Jährige aus seinem Heimatdorf floh. Nachbarn hatten ihn gewarnt. Zwei Tage schlug sich der Junge durch den Dschungel, die Mörder immer auf den Fersen. „Richard Ciza ist von vier Mördern mit Gewehren verfolgt worden“, berichtet Nicodeme Gahimbare, bei dem der junge Mann Zuflucht fand. Gahimbare ist der Oberste Staatsanwalt der burundischen Provinz Ruyigi. Sein Wohnhaus gleicht einer Festung. Drei Meter hohe Mauern umgebe das Anwesen, denn Gahimbare hat sich entschlossen, alle 45 Albinos der Region bei sich aufzunehmen, um ihnen Schutz zu gewähren. Etwa 25 haben sich bislang zu ihm durchgeschlagen, darunter auch der kleine Ephrem. Mehr als zehn Kilometer Fußweg bewältigte der achtjährige Junge an der Seite seines Vaters. „Mein Sohn lebt in ständiger Panik, seit er gehört hat, was passiert ist“, sagt der zehnfache Familienvater Protais Muzoya. Als auf dem langen Marsch nach Ruyigi ein freundlicher Autofahrer die beiden Wanderer mitnehmen wollte, fing Ephrem an zu schreien und wild um sich zu treten. „Wenn er die Straße entlanggeht, sagen die Leute zu ihm: ’Unser Glück geht vorbei“, erzählt Muzoya. Gerüchten zufolge ließen sich umgerechnet rund 380.000 Euro mit der Leiche eines Albinos verdienen, sagt der Jurist Gahimbare. „Das Schicksal der Albinos sollte zur Staatsangelegenheit werden“, fordert er. In Tansania versuchen die Behörden, dem Morden Einhalt zu gebieten. Die Polizei nahm 47 Verdächtige fest; genützt hat es wenig. „Es ist absolut hirnrissig, wenn einige glauben, dass Albinos magische Kräfte haben und man durch deren Körperteile reich werden kann“, sagte Präsident Jakaya Kikwete am Sonntag. „Die Menschen sollten sich bilden und einsehen, dass sie nur durch harte Arbeit Erfolg haben können und nicht, indem sie die Leichenteile von Albinos verkaufen.“ Wenige Stunden später war die kleine Esther tot. http://news.de.msn.com/panorama/Article.aspx?cp-documentid=10432445 4.11.2008
Gabun: 23 Festnahmen wegen Hexerei
Wegen mutmaßlichen Menschenhandels für Zwecke der Hexerei sind in Gabun 23 Verdächtige festgenommen worden. Darun- ter sei auch ein evangelischer Pastor, berichtete die Zeitung "L'Union". Ein mit den Ermittlungen betrauter Natur- heiler habe bei den Verdächtigen in der Region Oyem im Norden des Landes zahl- reiche für schwarze Magie benutzte Gegenstände gefunden, darunter zwei menschliche Schädel, Flaschen mit menschlichem Blut und Fett. Die Ermittlungsbehörden in Oyem hätten in jüngster Zeit zahlreiche Klagen über verdächtige Todesfälle erhalten. http://www.ard-text.de/videotext/index.html?tafel=163 6.12.2008
Schamane soll 110 Kinder getötet haben
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